Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Cesny
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2016
Schulterhöhe: 60 cm
2016 war Cesny noch ein junger Hund, von dem man schrieb: menschenbezogen, verspielt – und er konnte an der Leine gehen. „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt… So endete seine Vorstellung damals.
Dieser Satz tut heute anders weh. Denn er klingt nach Vorfreude, nach Aufbruch: Gleich geht mein Leben los. Damals stand Hoffnung zwischen den Zeilen. Es klang, als müsste man ihn nur abholen und beginnen.

Doch es kam anders. Am 19. September 2016, gerade einmal etwa neun Monate alt, wurde Cesny eingefangen und in eine Zelle gesteckt. Seitdem ist fast nichts passiert. Zehn Jahre sind vergangen, in denen aus dem aufgeweckten jungen Hund ein Senior wurde. Zehn Jahre, die er in grauem Einerlei auf nacktem Beton zubringen musste und in denen ihm niemand gezeigt hat, wie das Leben außerhalb eines Zwingers stattfindet.

Fünf Jahre nach seiner Ankunft erfuhren wir, dass Cesny inzwischen in einer Einzelzelle saß; nicht, weil er aggressiv gewesen wäre, sondern weil er klettert, springt und Zäune überwindet. Er ist ein Hund der unbedingt hinaus will – doch statt der großen Freiheit wurde seine Welt noch kleiner.
Irgendwann stand in seiner Beschreibung nicht mehr, dass er gut an der Leine läuft. Stattdessen hieß es: schwierig zu leiten, benötigt Training. Und man möchte schreien: Wie denn auch?

Wie soll ein Hund, der sein Leben allein in einem Betonzwinger verbringt, lernen, ruhig an der Leine zu gehen? Wie soll er gelassen bleiben, wenn draußen plötzlich alles auf ihn einstürmt – Gerüche, Bewegungen, Geräusche, das pralle Leben? Wie soll er wissen, was Alltag wirklich ist, wenn sein eigener seit zehn Jahren aus nichts als Warten besteht?
Cesny hat nicht verlernt, brav zu sein. Er hatte nie Gelegenheit zu lernen, wie man lebt.

Wenn Cesny heute nach all den Jahren aus seiner Zelle kommt und völlig überdreht, ist das kein Trotz. Es ist ein Hund, der plötzlich für ein paar Minuten alles auf einmal bekommt. Ein Hund, für den draußen nichts vertraut ist, weil ihm niemand die Möglichkeit gegeben hat, die Welt in kleinen Schritten kennenzulernen.
Menschen findet Cesny großartig. Er ist unglaublich sozial und kontaktfreudig, lässt sich gern streicheln und scheint jede Nähe aufzusaugen, die ihm so lange gefehlt hat.

Mit anderen Rüden und Hündinnen wurde er getestet. Aggressiv war er nie; allerdings wird er dabei leicht aufdringlich und dreht schnell hoch. Aber wie soll ein Hund wissen, wie man sich in Gesellschaft von Artgenossen gebührend verhält, wenn er zehn Jahre lang in Einzelhaft zubringen musste?
Deshalb wünschen wir uns für Cesny einen Platz als Einzelhund bei einem Menschen, der körperlich in der Lage ist, dieses Kraftpaket sicher zu führen und gleichzeitig die Geduld und das Verständnis mitbringt, ihm Schritt für Schritt die Welt zu erklären. Jemanden, der ihn beschäftigt, auslastet und ihm zeigt, dass ein Spaziergang keine kurze Ausnahme bleiben muss, sondern zum ganz normalen Leben gehören darf.

Vielleicht wird mit Training und Vertrauen eines Tages auch der Kontakt zu anderen Hunden möglich sein. Aber das muss nicht heute entschieden werden. Heute geht es erst einmal darum, dass Cesny endlich anfangen darf.

Und jetzt lesen Sie bitte noch einmal diesen Satz – mit dem Wissen, dass wir inzwischen 2026 haben: „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt…
Diese Frage wurde 2016 gestellt - die Antwort steht immer noch aus.
Einst war Cesny ein junger Hund, der gespannt auf sein Leben wartete. Heute ist er alt und weiß immer noch nicht, wie sich ein Zuhause anfühlt.

Bitte zögern Sie nicht länger. Wenn Sie Cesny eine Chance geben können und möchten, rufen Sie seine Vermittlerin an und fragen nach ihm. Vielen, lieben Dank!
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Fredrik
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08/2021
Schulterhöhe: 68 cm
Sie sitzen da, als trügen sie die Last der ganzen Welt auf ihren Schultern.
Bitte, liebe Leserinnen und Leser, verstehen Sie mich nicht falsch: Alle Hunde in diesen Lagern leiden unter den grausamen Bedingungen, die ihnen zugemutet werden. Dennoch scheinen manche es noch viel schwerer zu haben als andere.

Es ist eingetreten, was wir befürchtet hatten.
Vielleicht erinnern Sie sich an Fredrik und seinen Bruder Folquet. Zwei Hunde, die unzertrennlich schienen. Fredrik war immer der Zurückhaltendere, der Unsicherere. Er orientierte sich an seinem Bruder, folgte ihm auf Schritt und Tritt. Deshalb hatten wir uns so sehr ein gemeinsames Zuhause für beide gewünscht. Wir wussten nicht, ob Fredrik eine Trennung verkraften würde.


Doch das Canile nimmt auf solche Bindungen keine Rücksicht. Fredrik wurde in einen anderen Zwinger umgesetzt. Weg von Folquet, hinein zu Bailoch und Eskie – zwei Hunden, die ihm zunächst völlig fremd waren. Und während wir diese Zeilen schreiben, lebt Fredrik nun ohne den Bruder, an dem er sich so lange orientiert hat.
Wir hatten befürchtet, dass ihn diese Veränderung aus der Bahn werfen würde. Doch Fredrik überrascht uns.

Ja, er ist noch immer vorsichtig. Er weicht zurück, wenn ihm etwas zu schnell geht. Menschen begegnet er weiterhin mit Zurückhaltung. Aber unsere Tierschützer berichten auch etwas anderes: Fredrik lässt sich problemlos anfassen. Er erträgt Nähe nicht nur, er lässt sie zu. Vielleicht hat er begriffen, dass er seinen Weg nun ohne Folquet gehen muss.

Heute lebt er mit Bailoch zusammen. Zwei Fremde auf viel zu engem Raum. Fredrik hat sich mit seiner neuen Situation arrangiert und kommt zurecht. Doch das Canile ist kein Ort zum Leben. Es bleibt ein Gefängnis, ohne eigene Menschen, ohne Geborgenheit, ohne Zukunft.


Fredrik ist ein fünf Jahre alter wunderschöner Maremmano-Mischling. Eigentlich sollte er das Leben führen, für das Herdenschutzhunde wie er geschaffen wurden: an der Seite seiner Menschen, mit einer Aufgabe, die ihm wichtig ist. Er sollte seine angeborene Eigenständigkeit bewahren dürfen und sich dennoch eng mit seiner Familie verbunden fühlen. Er sollte beschützen dürfen, wenn es nötig ist und lernen, dass es in einem liebevollen Zuhause oft gar nichts zu bewachen gibt. Kurz gesagt: Fredrik sucht Menschen, die einen Herdenschutzhund nicht verändern wollen, sondern ihn mit seinen rassetypischen Eigenschaften annehmen und lieben.


Damals haben wir darum gebeten, Fredrik und Folquet gemeinsam aufzunehmen. Heute bitten wir um etwas anderes:
Schenken Sie Fredrik die Chance auf einen Neuanfang, damit seine Vergangenheit nicht sein gesamtes Leben bestimmt. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
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Folquet
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2021
Schulterhöhe: 70 cm
Folquet kam 2021 als Welpe ins Hundelager. Das ist der Punkt, an dem viele Menschen kurz schlucken und dann weiterlesen. Für Folquet ist es der Moment, in dem ein Hundeleben eine völlig andere Richtung nahm - nicht, weil er etwas falsch gemacht hätte, sondern weil das System, in dem er gelandet ist, genau so funktioniert. Hunde werden eingesammelt, weggesperrt und verwaltet. Solange sie dort bleiben, glauben viele, ihre Geschichte sei längst zu Ende. Dabei hätte sie eigentlich erst beginnen sollen.

Folquet ist ein Maremmano-Mischling; ein Hund also, der ursprünglich dafür gezüchtet wurde, selbstständig zu denken, Situationen einzuschätzen und eine enge Bindung zu seinen Menschen aufzubauen. Herdenschutzhunde sind klug, sensibel und eigenständig. Doch ein Lager nimmt ihnen genau das, was sie dafür brauchen. Aus einem Hund, der Verantwortung übernehmen könnte, wird hier kein besonders robuster Hund. Er lernt vielmehr, sich zurückzunehmen. Wer keinen Raum hat, wird nicht gelassener, sondern vorsichtiger. Wer nie Sicherheit erlebt, wird still.

Seit dem letzten Bericht hat sich für Folquet noch etwas Einschneidendes verändert: Er wurde von seinem Bruder getrennt. Die beiden waren noch Hundekinder, als sie gemeinsam ins Asyl kamen. Wenn Hunde unter solchen Bedingungen überhaupt einen Halt finden, dann oft im vertrauten Gefährten an ihrer Seite. Genau dieser Halt wurde ihnen genommen. Nicht aus nachvollziehbaren Gründen, sondern weil Hunde in diesen Verwahranstalten häufig wie Inventar umgesetzt werden.
Für Folquet bedeutet das den Verlust des einen gewohnten Wesens in einer Welt, die ihm ohnehin nichts Verlässliches bietet. Heute teilt er sich seinen Zwinger mit Frieder und Daigle. Das zeigt, dass er gut mit anderen Hunden zusammenleben kann. Trotz der belastenden Bedingungen bleibt er sozial und konfliktarm – und das ist alles andere als selbstverständlich.

Hinzu kommt eine weitere Information, die nicht übersehen werden sollte: Folquets Hinterpfoten sind nach außen gedreht, vermutlich aufgrund einer Fehlstellung der Hinterläufe. Im Lager bleibt so etwas oft unbeachtet. Dabei ist es durchaus möglich, die Ursache tierärztlich abklären zu lassen und – je nach Befund – mit Physiotherapie oder gezieltem Muskelaufbau zu unterstützen. Was im Canile einfach hingenommen wird, könnte im richtigen Zuhause vielleicht deutlich verbessert werden.

Für Folquet suchen wir Menschen, die keinen perfekten Hund erwarten, sondern ihm die Chance auf ein echtes Leben geben möchten. Menschen, die Herdenschutzhunde verstehen oder bereit sind, sich mit ihren besonderen Eigenschaften auseinanderzusetzen. Folquet braucht jemanden, der Sicherheit vermittelt, klare und faire Grenzen setzt und Vertrauen langsam wachsen lässt. Ein ruhiges, möglichst ländliches Zuhause mit sicher eingezäuntem Grundstück wäre ideal – ebenso wie Geduld, die nicht nach wenigen Tagen endet.

Wenn Sie sich vorstellen können, Folquet den Weg aus der Gefangenschaft in ein neues, freieres Leben zu ermöglichen, freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht.
Denn: Folquet ist nicht zu spät. Aber er wartet schon viel zu lange.
Margot Wolfinger
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Cecilius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 11/2021
Schulterhöhe: 42 cm
Hallo, mein Name ist Cecilius. Ich bin ein kleiner, eher zarter Rüde, etwa 42 cm groß und rund 10 Kilogramm schwer – also eigentlich genau richtig für einen Platz auf dem Sofa, wenn man mich lässt. Geboren wurde ich Anfang November 2021. Seit dem 23. November 2024 lebe ich in einem Canile. Das ist ziemlich lange für ein Hündchen wie mich. Aber ich möchte mich nicht beklagen. Schließlich habe ich inzwischen eine kleine Hunde-WG gegründet und teile mir meinen überschaubaren Zwinger mit Rüden und Hündinnen. Und ich kann berichten: Das funktioniert.

Ich bin nämlich eher für Diplomatie. Ich beschwichtige mit einem höflichen Blick, einem sachten Schritt zur Seite und notfalls mit dem bestmöglichen Friedensangebot: Ich tue so, als hätte ich nichts gesehen.
Wenn es hier eine Hausordnung gäbe, stünde ganz oben: Bitte freundlich bleiben. Unterschrift: Cecilius.

Aber ich habe auch verstanden, dass Vertrauen wachsen kann. Mit Geduld, einem ruhigen Tonfall und sanften Bewegungen kann man mein Herz erreichen. Ich lasse mich berühren – bitte nur behutsam und ohne hektische Gesten. Wenn ich mich sicher fühle, genieße ich Nähe sogar sehr.
Neulich waren die Tierschützer wieder da. Ich habe natürlich so getan, als wäre mir das alles völlig egal. Rein aus Prinzip. Man möchte ja nicht verzweifelt wirken. Also stand ich erst einmal da, ganz klein, ganz seriös, mit diesem Blick, der sagt: „Guten Tag. Ich beobachte die Lage.

Ich nenne meine anfängliche Schüchternheit gern "zurückhaltend charmant". Klingt doch gleich viel besser. Aber dann kam die Leine. Und mit ihr der beste Teil: rausgehen!
Draußen laufe ich schon ganz ordentlich an der Leine. Und gleichzeitig werde ich schnell neugierig und kontaktfreudig. Meine Nase schaltet dann sofort auf Berufsmodus. Hecken sind für mich nämlich nicht einfach Pflanzen. Hecken sind Nachrichtenportale. Da steht alles drin: Wer war hier? Wann? Mit welcher Stimmung? Hatte er vielleicht Snacks dabei? Und warum hat er nicht mit mir geteilt?

Und jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsthema. Bitte setzen Sie sich. Katzen. Ich habe da nämlich Fragen: Wie kann man so klein sein und sich trotzdem so verhalten, als gehöre einem die Welt? Warum laufen Katzen immer so, als hätten sie einen wichtigen Termin? Und warum sind sie so interessant? Nicht etwa im Sinne von "Hinterher!". Eher so: "Entschuldigung, hätten Sie kurz Zeit für ein Gespräch über Ihre Machenschaften?"

Denn mal ehrlich: Was machen Katzen eigentlich beruflich? Sie sitzen irgendwo erhöht und überwachen die Lage, verschwinden plötzlich im Außendienst und schauen einen an, als hätte man selbst einen Termin vergessen. Das ist hochprofessionell. Ich vermute, Katzen arbeiten in einem sehr bedeutungsvollen Bereich.

Unterm Strich bin ich also ein kleiner, lieber, gutmütiger und sozialer Hund mit einem sanften Wesen und einem winzigen Startknopf. Drücken Sie den bitte freundlich und nicht zu hastig. Dann komme ich. Und vielleicht entdecken Sie dann auch die andere Seite von mir: einen treuen kleinen Hund, der Nähe genießen kann, wenn er Vertrauen gefasst hat, und der nichts lieber möchte, als endlich irgendwo anzukommen.

Ein selbstsicherer Ersthund könnte mir dabei durchaus helfen. Aber vor allem Menschen, die bereit sind, mir die Zeit zu geben, die ich brauche, wären für mich das größte Glück.
Eines möchte ich nicht verschweigen: Ich bin Leishmaniose positiv. Das klingt möglicherweise im ersten Moment beunruhigend, heißt aber nicht, dass ich kein schönes Hundedasein führen kann. Mit der richtigen medizinischen Betreuung (die übrigens nicht die Welt kostet, sondern recht preisgünstig ist), guter Ernährung und einem möglichst stressarmen Alltag kann ich wunderbar damit leben.

Vielleicht beeindrucke ich Sie nicht auf den ersten Blick und Sie müssen bei mir ein wenig genauer hinschauen. Aber wenn Sie das tun, entdecken Sie sicher einen kleinen Hund mit sanften Augen, einem großen Herzen und einer Menge Persönlichkeit. Einen, der nicht laut nach Aufmerksamkeit ruft, sondern leise darauf wartet, dass jemand ihn findet.

Und wenn Sie dann der Mensch sind, der mich liebevoll an die Pfote nimmt und mir zeigt, wie sich Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit anfühlen - dann verspreche ich Ihnen zu kommen.
Ich wäre bereit dafür.
Ihr Cecilius
Sabine Wojtok
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DIANTHA
Rasse: Deutscher Schäferhund
Geschlecht: Hündin
Geboren: 10/2017
Schulterhöhe: 61 cm
"Es ist schwer, dich anzuschauen, Diantha … dabei sind es nur Bilder. Und trotzdem reicht das, was man sieht, um zu ahnen, wie viel in dir vorgeht.

Du bist noch nicht lange hier. Und genau das macht es so schwer. Denn du wirkst nicht wie ein Hund, der sich mit seinem Schicksal abgefunden hat. Du bist eine neunjährige Schäferhündin – ein Hund, der Nähe sucht, der sich bindet und seinen Menschen treu zur Seite steht. Und wahrscheinlich waren deine Menschen genau das für dich: dein Mittelpunkt, dein Zuhause, deine Sicherheit.

Und jetzt sind sie weg.
Du wurdest in ein Hundelager gebracht. Zurückgelassen in einer Welt aus Gittern, Lärm und Enge. Für einen Hund, der sein Zuhause verloren hat, muss es schwer sein, sich in dieser fremden Umgebung zurechtzufinden. Und bei dir kommt noch etwas hinzu: Dein Körper ist krank. Du hast Geschwülste in der linken Brustdrüse und Leishmaniose – eine Erkrankung, vor der viele Menschen zurückschrecken. Dabei kann gerade für einen Hund wie dich eine liebevolle Umgebung, gute Versorgung und die Nähe zu seinen Menschen so viel bedeuten.

Vielleicht ist auch deshalb alles still geworden in dir.
Du suchst nicht von dir aus den Kontakt, bleibst lieber für dich. Als würdest du dich zurückziehen und erst einmal abwarten wollen. Vielleicht ist das deine Art, mit all dem Unbekannten zurechtzukommen.

Du teilst dir deine Box mit einem Rüden. Wenigstens bist du dadurch nicht ganz allein. Und trotzdem wirkt dein Blick oft weit weg.
Aber dann gibt es diese kleinen Zeichen, die Mut machen: Wenn man dich an die Leine nimmt, gehst du mit. Ganz selbstverständlich. Du läufst ruhig und gut, als wäre dir das alles nicht fremd. Und mit der Zeit lässt du auch Berührungen zu. Vorsichtig, aber immerhin.
Vielleicht ist genau das der kleine Rest von Vertrauen, an den wir anknüpfen können.

Meine liebe Diantha, wir können dir deine Vergangenheit nicht zurückgeben. Und wir können dir nicht erklären, warum deine Menschen dich verlassen haben. Aber vielleicht können wir dafür sorgen, dass deine Geschichte nicht hier endet.

Wir hoffen, dass jemand dich sieht. Nicht nur deine neun Jahre, nicht nur deine Erkrankungen, sondern vor allem den Hund, der noch immer in dir steckt: Eine treue Schäferhündin, die einfach nur wieder jemanden braucht, dem sie vertrauen und sich anschließen darf.
Dann wird vielleicht auch dein Warten irgendwann ein Ende haben."

Bitte, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Diantha diesen neuen Anfang schenken möchten, melden Sie sich bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Simone Leitenbauer
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Lebenslichter 15.10.2026, 16.59 | (0/0) Kommentare | PL

Puccie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 03.2017
Schulterhöhe: 60 cm
"Hallo, ihr Lieben,
manchmal frage ich mich, ob ich hier drinnen überhaupt noch Hund sein darf oder ob ich nur noch eine Nummer bin, die versorgt wird, damit sie irgendwie weiter existiert.
Das Schlimmste ist nicht einmal, dass ich allein bin. Sondern dass von mir erwartet wird, sozial, freundlich und souverän zu sein - obwohl mir hier niemand zeigen kann, wie das geht. Wie auch? Ich lebe allein in einer kleinen Box, umgeben von Dauerlärm, ohne echte Begegnungen, ohne Spiel, ohne Lernen. Hier wird nicht gelebt, hier wird ausgehalten. Tag für Tag.
Neulich durfte ich für einen kurzen Moment nach draußen. Dabei hat man getestet, wie ich mit anderen Hunden zurechtkomme. Mein Gegenüber war Apolonio, ein ruhiger, fairer Hund. Er hat alles richtig gemacht. Aber ich wurde unsicher. Ängstlich. Mein Kopf schaltete auf Alarm und ich reagierte so, wie ich es hier gelernt habe: mit Anspannung statt Gelassenheit.

Deshalb muss man im Moment leider sagen: Mit anderen Hunden tue ich mich noch schwer. Nicht, weil ich böse bin, sondern weil mir all die Dinge fehlen, die ein Hund normalerweise lernen darf. Ich brauche Sicherheit, Geduld und Menschen, die mir helfen, die Welt Schritt für Schritt kennenzulernen.
Bitte hört jetzt nicht auf zu lesen.
Denn bei Menschen zeigt sich eine ganz andere Puccie. Ich bin offen, anhänglich und genieße jede Zuwendung. Ich suche die Nähe, vertraue den Menschen, die sich um mich kümmern, und draußen orientiere ich mich wunderbar an ihnen. Ich laufe gut an der Leine, schaue zu meinem Menschen auf und gehe gerne mit – als wollte ich sagen: Zeig mir den Weg, ich komme mit.

Vielleicht wünsche ich mir einfach jemanden, der mir nicht vorwirft, was ich nie lernen durfte. Sondern jemanden, der sieht, was trotz allem geblieben ist: meine Hoffnung, meine Bindungsfähigkeit und meinen Mut.
Vielleicht braucht es genau einen Menschen, damit aus meinem Aushalten endlich ein Ankommen wird."
************************
Liebe, wunderschöne Puccie – wie bist du nur im Canile gelandet? Seit März 2020 sitzt du dort eingesperrt, in einer viel zu kleinen Zelle, ohne Auslauf, ohne all das, was ein Hund zum Leben braucht.
Du bist eine etwas größere Hündin mit dichtem schwarz-weißem Fell, einem sanften Gesicht und neugierigen bernsteinfarbenen Augen. Vielleicht steckt ein Herdenschutzhund in dir, vielleicht ein Setter – wir wissen es nicht. Genauso wenig kennen wir deine Vergangenheit. Aber die soll hinter dir liegen. Jetzt zählt nur noch deine Zukunft.

Sechs Jahre Gefängnis für einen Hund sind sechs Jahre zu viel. Deshalb wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass du bald in den weißen Transporter steigen und noch vor dem nächsten Winter in dein eigenes Zuhause fahren darfst.
Dort wird man dir zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann: lange Spaziergänge, ein weiches Körbchen, Sonne im Garten, liebevolle Hände, die dein Fell bürsten und dich ausgiebig kraulen. Vor allem aber Menschen, die verstehen, dass du Zeit brauchst. Menschen, die dir in Ruhe alles beibringen, was dir bisher verwehrt geblieben ist.
Die Tierschützer berichten, dass du im Canile allein untergebracht bist, weil dir Begegnungen mit anderen Hunden dort schwerfallen. Doch wer könnte es dir verdenken? So viele Jahre der Abgeschiedenheit, der bedrückenden Enge und der nie endende Stress hinterlassen Spuren. Ein Canile ist kein Ort, an dem Hunde echtes Zusammenleben lernen können; sie müssen dort Tag für Tag einfach nur durchhalten und funktionieren.

Umso erfreulicher ist alles, was die Tierschützer über deinen Umgang mit Menschen erzählen: Du bist nett, auch zu Fremden, suchst von dir aus Anschluss, läufst fein an der Leine mit und bist unglaublich verschmust und anhänglich. Nach der langen Einsamkeit hast du dir dein Vertrauen in uns Menschen bewahrt. Das ist wohl das größte Geschenk, das du mitbringst.
Nun fehlt nur noch der Mensch, der dich sieht. Der in deine wunderschönen Augen blickt und spürt, dass genau du zu ihm gehörst. Der überlegt, wo dein Körbchen stehen wird, welche Wege ihr gemeinsam entdecken werdet und wie sich dein neues Leben anfühlen könnte.

Und irgendwann merkt dieser Mensch, dass aus einem leisen Ziehen im Herzen längst eine Entscheidung geworden ist.
Liebe Puccie, es ist unser innigster Wunsch, dass dein Lieblingsmensch dich ganz bald findet. Lange genug hast du gewartet, jetzt bist du auch einmal an der Reihe!
Yvonne Beier
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Lebenslichter 14.10.2026, 20.40 | (0/0) Kommentare | PL

Margherito
Rasse: Owtscharka Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2016
Schulterhöhe: 72 cm
Acht Jahre, so lange sitzt du schon hinter Gittern. Acht Jahre, in denen die Sonne für dich nur als Lichtstreifen durch Gitterstäbe scheint, jeder Tag nach schmutzigem Beton riecht und jede Nacht nach Einsamkeit. Acht endlose Jahre in einer Einzelzelle ohne Beschäftigung, ohne Auslauf, ohne menschliche Nähe, die länger dauert, als nötig ist, um dir hin und wieder einen Napf mit Futter durch die Zwingertür zu schieben.
Als du ins Hundelager kamst, warst du ein Jahr alt - ein junger,
hoffnungsvoller Rüde, der neugierig war auf die Welt; der toben spielen und
lernen wollte. Stattdessen bekamst du ein Leben, das keines ist mit einem Alltag,
der außer Warten nichts zu bieten hat.

Du bist ist kein schwieriger Hund, im Gegenteil:
Wenn unsere Tierschützer dich zwei-, dreimal im Jahr kurz besuchen dürfen, stehst
du ruhig da, aufmerksam mit wachem Blick und einer Gelassenheit, die fast körperlich
schmerzt. Du lässt dich berühren, an die Leine nehmen und, sogar lenken, so als
hättest du längst verstanden, dass Widerstand zwecklos ist. Du vertraust,
obwohl du allen Grund hättest, es nicht mehr zu tun.

Deine Ohren und dein Schwanz sind beschnitten - schmerzhafte
Spuren einer unbarmherzigen Entscheidung, die Menschen über dich getroffen
haben; vielleicht, um duch furchterregend und wehrhaft wirken oder einfach nur
stark erscheinen zu lassen. Dabei hat dir die Welt nicht zuwenig Stärke,
sondern zuwenig Freiheit gegeben.
Manchmal begegnest du anderen Hunden und egal, ob
Rüden, Hündinnen, es gibt nie irgendwelche Probleme. Nur wenn Futter im Spiel
ist, zeigst du, dass du noch etwas verteidigst: dein armseliges Fressen, das Wenige
und Einzige, das dir geblieben ist.

Du bist freundlich zu Menschen und neugierig, ohne
dabei aufdringlich zu werden; selbstbewusst genug, um mit neuen Situationen
umzugehen, dabei so bescheiden, dass man spürt, wie sehr du dich anpasst -
einfach, um zu überleben.

Und während draußen die Jahreszeiten wechseln, sitzt du dort, wo nichts sich
verändert. Du spürst kein Gras unter deinen Pfoten, keinen Wind, der dir durchs
Fell fährt; eben nichts, das dich wirklich berührt. Vielleicht ist das das
Schlimmste an deiner Geschichte: Nicht, dass du vergessen wurdest, sondern dass
du es weißt und gelernt hast, still zu warten, während die Welt an dir vorübergeht.
Du hast nichts falsch gemacht, aber Menschen haben dir
alles genommen, was ein Hund braucht, um wirklich Hund zu sein. Nun suchen wir
für dich jemanden, der dir etwas zurückgibt.

Liebe Leserin, lieber Leser!
Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für Marherito sein? Dann geben Sie ihm
eine - Ihre - Stimme und rufen Sie seine Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
PS: Unter www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde finden Sie wichtige Informationen zu Herdenschutzhunden. Und selbstverständlich können Sie sich bei Fragen jederzeit an uns wenden.
Margot Wolfinger
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0179 - 66 06 200
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https://www.pro-canalba.eu/Lebenslichter 14.10.2026, 20.40 | (0/0) Kommentare | PL

Draenor
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2021
Schulterhöhe: 51 cm
Ja, ich weiß. Ich bin niedlich. Das wird mir vermutlich öfter gesagt, als es für einen erwachsenen Rüden mit ausgeprägtem Interesse am geordneten Zusammenleben angemessen ist. Dieses weiche Fell, die wuscheligen Ohren, der freundliche Blick - offenbar löst mein Anblick bei Menschen sofort den Wunsch aus, mich süß zu nennen.
Nun gut, ich kann damit leben. Aber nur, damit keine Missverständnisse entstehen: Unter diesem Plüsch steckt durchaus ein Hund mit eigener Meinung.

Mein Name ist Draenor. Ich wurde im Mai 2021 geboren, bin 51 Zentimeter groß und hause seit Ende Mai 2026 in einem Hundelager. Dort teile ich meinen Zwinger mit Rüden und Hündinnen. Das klappt grundsätzlich gut. Allerdings bin ich der Meinung, dass eine Wohngemeinschaft ein gewisses Maß an Organisation braucht. Und wenn sich sonst niemand zuständig fühlt, übernehme ich das eben.
Manche würden sagen, ich spiele ein bisschen den Chef. Ich formuliere es eher so: Ich behalte den Überblick. Ob meine Mitbewohner mich offiziell in dieses Amt gewählt haben, ist nicht überliefert. Ich halte solche Formalitäten ohnehin für überbewertet.
Dabei suche ich keinen Streit. Ich weiß einfach gern, was um mich herum passiert. Schließlich kann man nicht gleichzeitig so niedlich aussehen und auch noch völlig verantwortungslos sein.

Mit Katzen komme ich übrigens gut zurecht. Katzen lassen sich ohnehin nur schwer beeindrucken, verwalten oder von irgendetwas überzeugen. Ich habe deshalb früh erkannt, dass ein friedliches Nebeneinander hier die vernünftigste Lösung ist. Man respektiert sich, das reicht vollkommen.
Menschen gegenüber bin ich anfangs etwas zurückhaltender. Das überrascht Sie jetzt vielleicht, weil ich auf den Fotos so aussehe, als würde ich jeden sofort freudig begrüßen und anschließend höflich um ein kleines Gebäckstück bitten. Ganz so schnell geht es bei mir aber nicht.
Ich möchte erst einmal schauen, mit wem ich es zu tun habe. Geben Sie mir einfach ein wenig Zeit und drängen Sie mich nicht. Sobald ich merke, dass alles in Ordnung ist, entspanne ich mich und komme von selbst auf Sie zu. Dann dürfen Sie mich gern auch niedlich finden. Sie müssen es nur nicht pausenlos laut sagen.

An der Leine laufe ich gut. Gemeinsame Spaziergänge fände ich ohnehin deutlich angenehmer als das ewige Stillsitzen im Zwinger. Da draußen gibt es schließlich so viel zu entdecken, zu erschnuppern und zu erleben. Außerdem macht sich ein Hund mit meinem Fell zwischen Bäumen und Wiesen vermutlich ausgesprochen gut.
Für mein zukünftiges Zuhause bringe ich also einiges mit: Ich bin mit Rüden und Hündinnen verträglich, komme mit Katzen zurecht, laufe gut an der Leine und kann mich auf Menschen einlassen. Ich brauche nur einen kleinen Moment, bevor ich mein Vertrauen verschenke.

Gesucht werden deshalb Menschen, die in mir nicht nur den herzigen Plüschhund sehen. Menschen, die meine anfängliche Vorsicht respektieren, über meine kleine Chefrolle lächeln und mir freundlich zeigen, dass ich künftig nicht mehr alles selbst regeln muss.
Vielleicht möchte ich nämlich gar nicht wirklich der Chef sein, sondern wünsche mir, meinen kleinen Hausmeisterjob endlich aufgeben zu dürfen. Jemanden, der mir das Gefühl gibt, dass alles gut ist. Einen weichen Platz zum Schlafen. Spaziergänge statt Betonzelle. Sicherheit statt Verantwortung. Menschen, bei denen ich den Überblick auch einmal abgeben darf.

Ich bin noch nicht lange hier. Vielleicht habe ich ja das Glück, gar nicht erst lernen zu müssen, wie man sich an ein so einen traurigen Ort gewöhnt.
Sie dürfen mich dann auch niedlich nennen - aber bitte erst, nachdem Sie meine Vermittlerin angerufen haben.
Tanja Roth
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Arelio
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2020
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal erzählen Hunde ihre Geschichte, ohne dass sie einen einzigen Laut von sich geben. Bei Arelio genügt ein Blick auf sein zotteliges Fell, seine viel zu langen Krallen und sein vorsichtiges Wesen, um zu ahnen, dass sein bisheriges Dasein alles andere als glücklich gewesen sein kann.
In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für den kleinen Rüden Arelio und seine Freundin Alenya war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.

Ob mit Arelio und Alenya damals unterschiedlich umgegangen wurde, wissen wir nicht. Gezeichnet von ihrer Vergangenheit sind sie beide. Umso mehr verwundert es, dass Arelio sich Menschen gegenüber so offen zeigt. Als die Tierschützer die beiden Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, lernten sie einen freundlichen, zutraulichen und anhänglichen kleinen Kerl kennen. Arelio suchte zaghaft den Kontakt – nicht aufdringlich, sondern sanft und beinahe schüchtern. Fast schien es, als wolle er sagen: „Bitte, bitte, nehmt mich mit!
Während seine Vergangenheit in seinem Benehmen nur wenige sichtbare Spuren hinterlassen hat, erzählt sein Äußeres eine andere Geschichte. Sein struppiges Fell, die offenbar noch nie beschnittenen Krallen, Zahnstein und etliche fehlende Zähne zeugen davon, dass sich lange Zeit niemand um ihn gekümmert hat. Außerdem wurden Herzgeräusche festgestellt, deren Ursache derzeit noch abgeklärt wird.
Trotz allem hat Arelio sich seine Liebe zu uns Zweibeinern bewahrt. Und genau deshalb hoffen wir von Herzen, dass es irgendwo diesen einen Menschen gibt, der sein Leben mit ihm teilen möchte: Mit einem kleinen Rüden im besten Alter – Arelio ist schätzungsweise sechseinhalb Jahre alt (Stand Juli 2026) – dessen sehnlichster Wunsch es ist, endlich dazuzugehören. Als geliebtes Familienmitglied, ganz gleich, wie groß seine Menschenfamilie sein wird. Als ein Hund, der vermutlich zum ersten Mal erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.

Vielleicht wird Arelio in seinem neuen Zuhause die Welt ganz neu entdecken. Gemeinsame Spaziergänge, auch bei Wind und Wetter. Ein weiches Körbchen. Abends miteinander auf dem Sofa kuscheln. Jeden Tag ein gut gefüllter Napf und hin und wieder ein Leckerli. Wahrscheinlich würde er für Letzteres mit Begeisterung neue Kommandos lernen, stubenrein werden und seine(n) Menschen mit diesem besonderen Blick ansehen, den nur Hunde schenken können, die trotz allem nie aufgehört haben zu vertrauen.
Wenn Sie sich vorstellen können, Arelio auf diesem Weg zu begleiten, dann brauchen Sie besonders am Anfang viel Zeit, Geduld und Verständnis für einen Hund mit traurigem Vorleben - vor allem aber Liebe und immer wieder Liebe.
Arelio und Alenya sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.

Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Arelio und Alenya sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.
Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Arelio allerdings vermutlich sein ganzes Leben mit Alenya zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihm ein freundlicher, souveräner Ersthund den Start in sein neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.
Und nun die alles entscheidende Frage: Möchten und können Sie dem netten Arelio endlich das schenken, wonach er sich wohl sein ganzes Leben gesehnt hat – ein richtiges Zuhause?
Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diesen liebenswerten, kleinen Strubbel das glückliche Dasein, das er schon so lange verdient.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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0172-83 49 335
aus dem Ausland:
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Lebenslichter 14.10.2026, 20.40 | (0/0) Kommentare | PL

Alenya
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.2019
Schulterhöhe: 38 cm
Alenya vertraut Menschen nicht. Und sie hat wohl auch allen Grund dazu.
In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für die kleine Hündin Alenya und ihren Freund Arelio war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.

Es liegt nahe, dass diese Erfahrungen schuld an Alenyas tiefem Misstrauen gegenüber fremden Menschen sind. Als die Tierschützer sie und Arelio Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, machte sie unmissverständlich klar, was sie von den unbekannten Zweibeinern hielt: nämlich überhaupt nichts.
Sie wich aus, bellte, knurrte und zeigte die Zähne. Und als all das die fremden Menschen nicht auf Abstand hielt, griff sie zu ihrem letzten Mittel. Die kleine Alenya verwandelte sich – zumindest in ihrer Vorstellung – in ein „Krokodil; als wollte sie ihrem Gegenüber weismachen, sie sei viel gefährlicher, als sie sich in Wahrheit fühlte.
Dabei hätte sie keine ihrer Verteidigungsstrategien gebraucht. Die Tierschützer bedrängten sie nicht. Sie ließen ihr Zeit, bewegten sich behutsam und ruhig; und irgendwann durften sie Alenya sanft berühren. Sie ließ es still geschehen.

Dieser kleine Augenblick mag unbedeutend erscheinen. Für eine Hündin wie Alenya ist er alles andere als das.
Wie immer hoffen wir auch für Alenya, dass es irgendwo genau diesen einen Menschen gibt: Der hinter dem kleinen Krokodil die verängstigte Hündin erkennt. Der weiß, dass Furcht manchmal bellt, knurrt oder die Zähne zeigt. Und der versteht, dass dies nicht aus Bösartigkeit geschieht, sondern reinem Selbstschutz dient.
Alenya sucht deshalb keinen Helden. Sie sucht einen einfühlsamen Menschen, der möglichst schon ein wenig Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden mitbringt; jemanden, der sie zu nichts drängt und sich auch über kleinste Erfolge freuen kann, weil er weiß, dass Vertrauen vor allem zweierlei braucht, wenn es wachsen soll: Viel Geduld und noch mehr Liebe.
Die geschätzt siebeneinhalb Jahre alte Hündin (Stand Juli 2026) wird vermutlich recht schnell begreifen, dass ihr Napf jeden Tag gefüllt wird, dass Spazieren gehen viel Spaß macht, dass Hände nicht immer nur wehtun und – was für sie wohl am wichtigsten ist – dass sie sich bei ihren Menschen sicher fühlen und einfach nur Hund sein darf. Dafür wird sie ihnen früher oder später vertrauensvoll ihr kleines Hundeherz zu Füßen legen.

Alenya und Arelio sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.
Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Alenya und Arelio sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.
Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Alenya allerdings vermutlich ihr ganzes Leben mit Arelio zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihr ein freundlicher, selbstsicherer Ersthund den Start in ihr neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.

Können Sie sich vorstellen, unserer Kleinen schrittchenweise beizubringen, dass sie sich nicht länger verteidigen muss, weil alles Schlimme nun hinter ihr und ein Leben in Geborgenheit vor ihr liegt?
Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei Alenyas Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diese tapfere, kleine Hündin das glückliche Leben, auf das sie so lange warten musste.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
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