Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Wenn das Gesicht heller wird, sich die Augen eintrüben und der Körper ausgemergelt wirkt, dann haben nahezu 14 Jahre im Tierheim ihre Spuren hinterlassen. Blondu und Lupita sind Geschwister, die zwei letzten von dem Wurf, den unsere viel zu früh verstorbene Sanda damals von der Straße rettete und bei sich aufnahm. Die anderen haben ein Zuhause gefunden, nur die beiden blieben zurück. Viele bitterkalte Winter und brütendheiße Sommer haben sie miteinander durchgestanden und leider herrscht auch in diesem Winter wieder eisige Kälte in Rumänien.
Blondu tut sich mittlerweile schwer beim Aufstehen, seine alten Gelenke werden von Arthrose geplagt und auch Lupita scheint eingefallener, als in den Jahren zuvor. Wir würden uns für unser Pärchen doch noch einmal einen gemütlichen Platz wünschen, an dem sie sich drinnen im Warmen aufhalten dürfen und man nicht mehr viel von ihnen erwartet. Aber möglicherweise werden Sie auch angenehm überrascht, denn Hunde bleiben bis ins hohe Alter lernwillig und aufnahmefähig.
Was wir über sie wissen:
Blondu
geb. 07.2012
Geschlecht: männlich
Größe: ca. 55 cm
Gewicht: 30 kg
kastriert: ja
Gesundheitliche Einschränkungen: Arthrose
Aufenthalt: seit 2012 im TH in Rumänien
************************
************************
Lupita
geb. 07.2012
Geschlecht: weiblich
Größe: ca. 55 cm
kastriert: ja
gesundheitliche Einschränkungen: keine bekannt
Aufenthalt: seit 2012 im TH Rumänien
Blondu und Lupita sind gemeinsam alt geworden, es wäre traurig, wenn sie sich jetzt noch trennen müssten. Daher wünschen wir uns für die zwei bescheidenen und anspruchslosen Hundesenioren ein Gnadenplätzchen, wo sie zu zweit ihre letzten Jahre verleben dürfen. Sie freuen sich über Menschen und sind nicht übermäßig ängstlich. Früher war Blondu ein Draufgänger, der aber mit den Jahren deutlich ruhiger geworden ist. Natürlich kennen sie nicht viel, haben sie doch den größten Teil ihres Lebens im Zwinger zugebracht. Daher sollten Sie bitte nicht allzu viel von ihnen verlangen. Umgekehrt verlangen die beiden auch nicht mehr viel: Ein weiches Bettchen, gutes Futter und viele Streicheleinheiten – damit könnten Sie Blondu und Lupita rundherum glücklich machen!
Nur ernstgemeinte Anfragen richten Sie bitte an uns:
Pfote sucht Glück e.V.
per E-Mail:pfotesuchtglueck@gmail.com
oder Kontaktformular: https://www.pfotesuchtglueck.de/kontakt-1/
Lebenslichter 30.01.2026, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL

Alvis
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.08.2022
Schulterhöhe: 60 cm
Dezember 2022: Alvis und seine Schwestern Adrianne, Alof und Annelene kamen mit gerade einmal 4 Wochen (!) in das grausamste, uns bekannte italienische Hundelager. Wo die vier Kleinen vorher waren, wie sie in die Hundehölle kamen und was aus ihrer Mama wurde, wissen wir nicht. Jedoch gibt es für Hundekinder keinen schrecklicheren Platz, um dort aufwachsen zu müssen.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften das Hundegefängnis eine Woche vor
Weihnachten überraschend noch einmal besuchen. Wir möchten den Mitgliedern der
italienischen Organisation "ALFA - Associazione Love For Animals" unsere größte
Hochachtung aussprechen. Für tierliebende Menschen bedeutet es jedesmal einen
seelischen Kraftakt, diese Hölle auf Erden zu betreten in der Gewissheit, nur
den allerwenigsten helfen zu können und dass lediglich eine Handvoll glücklicher
Hunde diesen gottlosen Ort jemals wieder lebend verlassen wird.

Aber an diesem trüben Sonnabend vor Weihnachten haben sich unsere Freunde erneut der Ungerechtigkeit und den tierquälerischen Zuständen in dieserer Hundeverwahranstalt gestellt und die vier kleinen Welpen entdeckt. Vielleicht war es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Dreikäsehochs; denn der kurzeBesuch von lieben Menschen bedeutete nicht nur eine Abwechslung in ihrem trostlosen Zwingeralltag: Sie bekommen bei uns nun eine Bühne, die die ihnen die Eintrittskarte in die Freiheit sichern wird - das hoffen wir jedenfalls inbrünstig.

Die Tierschützer beschreiben die Geschwister als freundlich, verspielt und den Menschen gegenüber aufgeschlossen. Vermutlich werden sie eine mittlere Größe erreichen.

Und heute? Alvis war noch ein Baby, als man ihn gnadenlos in einen Kerker warf, in dem kein Hund jemals landen dürfte. Von da an gab es für ihn harten Beton anstatt weicher Wiese, Einsamkeit und Kälte anstatt Geborgenheit und Wärme, Angst anstelle von Sicherheit. Seinen drei Geschwistern war das Schicksal gnädig. Sie wurden gesehen und gerettet, sie durften die freudlose Vergangenheit hinter sich lassen und anfangen zu leben.

Alvis blieb als einziger zurück. Vielleicht war er nur zu schüchtern, um jemandem aufzufallen. Denn statt laut bellend auf sich aufmerksam zu machen, fiept er nur leise, wenn ab und zu einmal Menschen vorbeikommen. Und er hofft noch immer, dass irgendjemand auch ihn liebgewinnen und mitnehmen wird.

Heute ist Alvis kein Baby mehr, sondern ein junger Hund, dassen Seele viel zu
früh lernen musste, wie sich Einsamkeit und Sehnsucht anfühlen. Er hat so viel
verpasst und so viel verloren. Trotzdem hat er sich seinen Glauben an die
Menschen bewahrt und die Hoffnung, dass da draußen jemand ist, der nicht
an ihm vorbeisieht.


Bitte, sehen Sie ihn. Er ist bereit, das Leben zu lernen und möchte nur allzu
gern ankommen, vertrauen, rennen, schlafen dürfen ohne Angst. Und er möchte
jemandes bester Freund sein. Deshalb bitten wir hier und heute für ihn - für
Alvis, der immer noch wartet, nachdem alle anderen längst gegangen sind.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Lebenslichter 30.01.2026, 16.23 | (0/0) Kommentare | PL
MICHELLE
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Den Weg nach draußen,
werde ich ihn jemals schaffen?
Wieder einmal stehe
ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle
einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren
kann, dass er sich für sie entscheidet?
Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können.

Es ist das stille
Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt
vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte,
der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt
die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in
eine hoffentlich bessere Welt.
Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.
Aber das stimmt nicht.
Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses
stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so
vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen
ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.
MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder.

Leider konnte sie
trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von
deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit
Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in
Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die
bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere
schon bald zu spät sein?
Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren.

Die junge Frau, die
Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin
ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt
sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt.
Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie
spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst
zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der
Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche
Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser
Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass
Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.
Für die empfindsame
Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben
dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen,
mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu
lieben – bis zum Mond und wieder zurück!

Michelles Geschichte
in Bildern und beim Gassi im Shelter:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
Lebenslichter 25.01.2026, 19.54 | (0/0) Kommentare | PL

LAPA
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
endgültiges Zuhause gesucht
LAPA musste schon als
winziger Welpe erfahren, was es bedeutet, unerwünscht zu sein. Sie musste
erleben was es heißt, als Abfall einer Gesellschaft zu gelten. Einer
menschlichen Gesellschaft, die nur an sich denkt und in der Hunde, Katzen –
Tiere ganz allgemein – keinerlei Stellenwert haben, außer sie bringen in
irgendeiner Weise Geld ein. Vor kurzem erst mussten wir wieder die grauenvollen Bilder
der Massenabschlachtung von Delfinen auf
den Faröer Inseln über uns ergehen lassen. Ich wundere mich, dass diese Leute
nachts ruhig schlafen können und wüsste nur zu gern, welche Antwort sie ihren
Kindern geben, wenn diese sie fragen, was sie denn eigentlich da tun.
Allerdings habe ich Bilder bei Twitter gesehen – dort reiten Kinder auf den
getöteten Delfinen und waten mit ihren Gummistiefeln im vom Blut rotgefärbten
Wasser. Die Menschheit ist wirklich reif…
Lapa wurde gemeinsam mit ihren Schwestern im Pappkarton in einem Wald zum Sterben entsorgt. in einem Pappkarton. Zu ihrem Glück (?) wurden die Hündchen von einer tierlieben, jungen Frau gefunden und von ihr ins Moskauer Shelter Kozhuhovo gebracht. Diese arbeitet seitdem dort als ehrenamtliche Betreuerin, opfert nicht nur ihre Freizeit, sondern auch einiges an Geld, um ihren Schützlingen ihr trauriges Los ein wenig zu erleichtern.

Geduldig wartet Lapa
darauf, dieses Leben endlich hinter sich lassen und in ein Zuhause reisen zu
dürfen, welches diesen Namen verdient. Mit ihr warten noch Tata und Michelle,
zwei ihrer Schwestern. Die beiden anderen hatten Glück und durften dem Zwinger
bereits für immer den Rücken kehren.
Zunehmend große Sorgen bereitet uns der starke Gewichtsverlust der Schwestern. Der Shelterbetreiber ist immer darauf aus, Kosten einzusparen und womöglich noch Geld zu verdienen. So wird die Qualität des ohnehin schon minderwertigen Futters ständig schlechter und zahlreiche Hunde magern zusehends ab. Zwar geben die Freiwilligen buchstäblich ihr letztes Hemd und versuchen, zuzufüttern, wo es nur geht, aber natürlich reicht das hinten und vorn nicht aus.

Wie ihre Schwestern, ist auch Lapa eine sehr zärtliche und umgängliche Hündin. Auf den Bildern kann man sehen, dass sie ihre Betreuerin über alles liebt. Bei fremden Menschen benötigt sie etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen, aber auch das meistert sie. Sie läuft brav an der Leine und spielt für ihr Leben gern mit ihren Schwestern, wenn es einmal in der Woche für eine glückliche Stunde in den Freilauf geht.

Lapa sehnt sich nach
einem Zuhause; nach einem Menschen, dem sie ihr übervolles Hundeherz schenken
kann und der sie mitnimmt auf die gemeinsame Reise durchs Leben. Möchten Sie
gern dieser Mensch für Lapa sein? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Vielen lieben Dank.
Lapa mit ihren Schwestern im Zwinger:
Lapa und ihre Schwestern beim Spielen im Hundeauslauf:
Ein weiterer Film mit Lapa und ihren Schwestern beim Spielen:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
Mail:
Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 25.01.2026, 19.54 | (0/0) Kommentare | PL
Am 02.01.2016 veröffentlicht
Lebenslichter 25.01.2026, 19.53 | (0/0) Kommentare | PL
"Manchmal reicht ein Leben nicht aus,
um einen Moment zu löschen -
aber ein Moment reicht aus,
um ein Leben zu löschen."
Lasst uns
gemeinsam versuchen, so viele Tierleben wie möglich zu retten. Jeder kann eine
Menge tun: Einmal pro Woche - oder so oft, wie man mag - auf tierische
Nahrungsmittel verzichten... bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder
Verspannungen (die häufig durch Stress verursacht werden) spazierengehen an der
frischen Luft oder ganz einfach mal richtig ausschlafen, anstatt Tabletten zu
schlucken... beim Kauf von Schönheits- und Putzmitteln darauf schauen, dass sie
vegan und tierversuchsfrei hergestellt wurden...
Es gibt
Tausende von Möglichkeiten. Tiere haben eine Seele wie wir. UND:
"Wer eine Seele rettet, der rettet die Welt."
(MARTIN BUBER)

************************
************************

Roru
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 2012
Schulterhöhe: 58 cm
Hat das Leben mich vergessen?
Mit der Zeit
wird die Zeit immer wichtiger. Besonders dann, wenn man - ganz allmählich,
still und unbemerkt - älter wird, wie unser Roru.
Stolze 12
(zwölf!) Jahre ist unser freundlicher, bescheidener Senior alt. Acht davon hat
er mutterseelenallein in einem nackten, kahlen Betonverschlag verbracht, ohne
Decke, ohne Spielzeug und ohne jede menschliche Ansprache. Vor sechs Jahren
wurden wir auf Roru aufmerksam und nahmen ihn in unsere Insertatsliste auf;
doch leider wurde all die langen Jahre hindurch schlicht übersehen.
Warum er für die Menschen unsichtbar blieb, können wir nicht sagen. Könnte es an seinem ungewöhnlichen Tarnfleckenfell liegen, welches ihn kaum von seiner Umgebung, dem Erdboden und Herbstlaub abhebt?

Ja, man muss
vielleicht zweimal hinschauen; aber dann sieht man einen netten, liebenswerten
Hundesenioren, der im letzten Jahr sichtlich gealtert ist und dem jede neue
Situation ein wenig Angst einflößt. Wie sollte es auch anders sein, denn viel
Neues hat er in den vergangenen acht Jahren nicht erleben dürfen, zumindest
nichts Gutes.Stattdessen sind Einsamkeit, Langeweile, Isolation,
Schutzlosigkeit und Hunger seine täglichen Begleiter. Und ies wird nicht mehr
lange dauern, dann kommt für ihn die Zeit der Alterswehwechen, auf die dort in
dem trostlosen Asyl niemand Rücksicht nimmt, es interessiert dort einfach
nicht. Es sind ja nur Hunde.
Roru wird immer schlechter sehen und hören können, seine Gelenke werden steif und schmerzen, Hitze und Kälte wird er kaum noch ausgleichen können. Der ewige Stress im Tierasyl, der ständige Lärm und Kampf und das viel zu knappe Futter werden ihm seine Kräfte nehmen. Irgendwann kommt der Moment, in dem er aufhört zu warten; in dem er beginnt, sich aufzugeben. Und eines Tages wird er still und leise gehen, als einer der unzähligen Vergessenen, ohne jemals gelebt zu haben und geliebt worden zu sein.

Liebe Leserinnen
und Leser, liebe Tierfreunde: Unser Roru schuldet seinen Träumen noch Leben! Wenn
Sie der Mensch sein möchten, der ihm zeigt, dass das Leben nicht nur aus Kummer
und Einsamkeit besteht und dass Träume am Ende doch noch wahr werden können,
wenden Sie sich bitte an seine Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann 0176 - 24 63 36 19
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/unsere.../hundebeschreibung/...
Lebenslichter 25.01.2026, 19.53 | (0/0) Kommentare | PL

Ginko
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2017
Schulterhöhe: 59 cm
Es gibt Momente, in denen man merkt, wie kalt die Welt wirklich sein kann.
Dann hört man hinter vorgehaltener Hand ein Flüstern - ein Gerücht, leise, aber
scharf wie ein Messer: Die Gemeinde, die Ginkos und Ghemons Unterbringung
zahlt, wolle sparen. Es geht um ein paar Cent pro Tag. Deshalb sollen Ginko und
sein Bruder Ghemon in ein anderes Lager abgeschoben werden. Das ist der Moment,
wenn man begreift: Leid hat keinen Boden. Es kann immer noch weiter nach unten
gehen.
Sechs Jahre sitzen die Brüder nun im Lager. Sechs lange Jahre nichts als Gitter
und Beton. Sechs endlose Jahre lang Hunger und Durst, Einsamkeit, Lärm und
Langeweile. Und nun ein Flüstern, das grausamer ist als alles Bisherige: Es
geht weder um ihr Wohl, noch um ihre Bedürfnisse und erst recht nicht darum,
dass Ginko ein unglaublich kontaktfreudiger und zutiefst anhänglicher Hund ist,
der sich nach Nähe sehnt, der Trost bei Menschen sucht und seinerseitsTrost spenden
möchte. Nein, es geht wieder einmal mehr nur ums Geld, um Leben, die nach
Tageskosten bewertet werden und die man effizienter machen will, indem man sie unsichtbar
macht.

Wer jemals eine solche Hundeverwahranstalt gesehen hat, weiß: Das bedeutet,
man streicht die Namen der Tiere aus einer Liste und verlegt sie wie Akten ins
hinterste Regal, wo sie alsbald in Vergessenheit geraten. Die hauchdünne
Verbindung zur Außenwelt, zu den wenigen Menschen, die überhaupt Zugang zu den
Hunden haben, wird kurzerhand abgeschnitten. Das ist die wahre Grausamkeit - nicht
laut, nicht blutig, aber vernichtend. Verrat am Leben selbst.
Während all das drohend über ihm schwebt, sitzt Ginko da und wirkt nicht
gesund. Er ist viel zu dünn, sein Körper erzählt von Entbehrung. Er bewegt
sich, als tät ihm vieles weh, und die hängenden Papillome, die seinen Körper
bedecken, erscheinen wie stumme Zeugnisse eines Lebens, das niemand wirklich
betreut hat.

Ginko und seine Brüder
Ghemon und Gabek sind freundliche, fügsame und brave Hunde; liebevoll im Umgang
mit Menschen, verträglich mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen. Alle drei
marschieren sie brav an der Leine, als wollten sie sagen: „Wir geben uns Mühe. Wir
wollen doch nur gesehen werden.“ Vor allem Ginko ist ein Hund, der menschliche
Nähe sucht, der sich vorsichtig hoffnungsvoll anlehnt und dessen stiller Blick gellender
schreit als jedes Jaulen. Es gibt Hunde, denen man das Leiden ansieht; und es
gibt Hunde wie Ginko, deren leisesVergehen schwerer zu ertragen ist als jeder
laute Schmerz.
Nun
sollen die Brüder für immer in der Versenkung verschwinden. Nicht sterben,
sondern viel schlimmer, nämlich vergessen werden. Wenn Sie je darüber
nachgedacht haben, einem Hund zu helfen, der Sie wirklich braucht; einem Hund,
der nichts falsch gemacht hat, außer zu lange zu leben, um billig zu bleiben, dann
ist jetzt der Moment gekommen, Ginkos Vermittlerin anzurufen.

„…durch Leiden wird das
Glück erkauft.“ (F. Dostojewski).
Wenn das stimmt, dann haben unsere drei Brüder wahrscheinlich schon Glück für mehrere Leben angespart. Sie kennen die Welt jenseits der Gitterstäbe nicht, aber sie werden lernen, in ihr zu leben, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen.
Vielleicht wird es sie überwältigen, wenn sie zum ersten Mal die Sonne aufgehen sehen, Gras unter ihren Pfoten spüren und erleben, wie sich ein weiches Bett anfühlt. Aber sie werden erkennen, dass dies das echte Leben ist, wenn… ja, wenn ihre Menschen sie hier auf ihren kleinen Vorstellungsseiten entdecken und sich nicht abschrecken lassen von den Geschwüren, die sich an Ginkos Bauch und Oberschenkeln gebildet haben.

Für
unseren lieben Jungen suchen wir warmherzige, einfühlsameMenschen, die
verstehen, dass er auch und gerade deswegen die Hilfe und Geborgenheit braucht,
die er nur in einem richtigen Zuhause finden kann.
Ich weiß nicht, ob Hunde von einer besseren Zukunft träumen können. Aber sie
empfinden Schmerzen und sie leiden wie wir. Das Leid von Ginko und seinen
Brüdern könnte ein Ende haben, wenn ihnen jemand hilft. Möchten Sie gern
der/diejenige(n) sein? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon:
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Lebenslichter 19.01.2026, 20.19 | (0/0) Kommentare | PL

Giovanne
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2017
Schulterhöhe: 50 cm
Ihr lieben Menschen, habt Ihr es auch so satt? Da gibt man sein Bestes, ist eine nette, artige Hündin; so wie Ihr auch alles tut, um uns lieben, braven Vierbeinern, die wir im schrecklichen Hundelager eingepfercht und ohne Euch für immer vergessen wären, zu helfen. Und kaum habt Ihr einen von uns adoptiert und ihm ein feines Leben beschert - schon erscheinen auf den Vereinsseiten die nächsten Bilder und rufen voller Verzweiflung um Hilfe. "Hört das denn nie auf?" fragt Ihr Euch bestimmt. Genau das fragen wir uns auch, und wissen ebensowenig eine Antwort. Wir sind einfach da, werden in großen Würfen geboren, immer und immer wieder müssen unsere armen Mütter das durchmachen. Eines von uns mag vielleicht gewollt sein, die übrigen sieben (oder mehr) dürfen zusehen, wo sie bleiben. Kastrationen würden würden helfen, viel von diesem Leid zu vehindern; aber erzählt das mal den Leuten, die sich mit unserem Elend die Taschen vollstopfen und sich daran dumm und dusselig verdienen!
Seit mehr als fünf endlos langen Jahren hocke ich nun schon einsam hier im Gefängnis,
ohne Aussicht auf Befreiung. Einziger Hoffnungsschimmer seid Ihr, wenn sich
nämlich jemand von Euch erbarmt und mich bei sich aufnimmt.

Ihr solltet noch wissen, dass ich ein Papillom am linken Hinterbein habe.
Das ist eine gutartige Warze, die durch Viren hervorgerufen wird und besonders
bei jungen Hunden mit schwachem Immunsystem auftritt. Kein Wunder bei dem
Leben, das wir hier führen müssen im Dreck, mit ekligem Wasser und mit Futter,
das den Namen nicht verdient. Wo sollen da gute Abwehrkräfte herkommen?
Außerdem habe ich noch allerhand Wunden und Narben an meiner Schnauze, meinen
Pfoten und anderen Körperteilen. Woher die stammen? Fragt lieber nicht, es gibt
Dinge hier, über die man besser nicht spricht. Nur soviel: In diesem Hundeknast,
wo jeder nur ans Geld und keiner an uns Vierbeiner denkt, wäre es
wahrscheinlicher, einen Haupttreffer im Lotto zu machen als auf einen
freundlichen, tierlieben Wärter zu treffen. Wir machen da so unsere eigenen
Erfahrungen, nicht umsonst sind viele von uns so verängstigt und
eingeschüchtert. Zwar gibt es da ein
Gesetz, das uns Tiere schützen und das gar nicht mal so schlecht sein soll.
Aber wem nützt das, wenn niemand kontrolliert, ob es auch wirklich befolgt
wird? Klar, dass sich kaum jemand daran hält, jedenfalls nicht in solchen
Schreckenslagern wie diesem hier.

Ich hoffe immer noch auf liebe, geduldige Menschen mit Herz. Im Lauf der Zeit bin ich sehr ängstlich geworden, weil ich nicht an ein Zusammensein mit Zweibeinern gewöhnt bin, weder an lobende Worte noch an streichelnde Hände. Was der Bauer nicht kennt... Dabei möchte ich so gern Neues dazulernen; zum Beispiel, wie man ordentlich an der Leine läuft, Bällchen apportiert, eben das ganze Hundeeinmaleins. Ich bin ein gutes Mädchen und werde mir die größte Mühe geben, Euch zu gefallen. Wenn Ihr schon einen netten Hund habt, werde ich ganz sicher prima mit ihm auskommen. Hier in meinem Betonloch hocke ich ja auch mit Rüden und Hündinnen zusammen und wir vertragen uns wunderbar. Von ihm könnte ich mir dann auch alles abgucken, was man so macht als Haushund und wie man es anstellen muss, damit Ihr mit einem zufrieden seid.

Ich stelle wirklich keine besonderen Ansprüche. Ein leckeres Fresschen, ein weiches Bettchen, wohin ich mich zurückziehen darf, wenn ich vom vielen Lernen müde bin - und endlich keine Angst mehr vor Tritten und Schlägen, dann wäre ich schon rundherum glücklich. Was Ihr mir sonst noch an Gutem tun wollt, werde ich dankbar annehmen.

Meint Ihr, ich könnte genau die Richtige für Euch sein? Dann ruft bitte schnell
für mich an. Denn siehe oben - ich habe es so satt. Ein lieber Gruß von Eurer
(?) Giovanne
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
Lebenslichter 18.01.2026, 17.23 | (0/0) Kommentare | PL

Isaette
Rasse: Molosser Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 10.2023
Schulterhöhe: 50 cm
Häschen in der Grube... das war mein erster Gedanke beim Ansehen des
Videos von Isaette: Sie wirkt wie ein Häschen, das in eine Grube gefallen ist
und nicht allein herauskommt, weil es nicht mehr hüpfen kann. Da sitzt sie nun
mit diesem fragenden und hoffenden, zwischendurch ratlosen und dann wieder
bittenden Blick, der einem fast das Herz zerreißen könnte. Denn der Ort, an dem
sie seit zwölf Monaten ihr Dasein fristen muss, lässt sich durchaus mit einer
Grube vergleichen, aus der es ohne Hilfe kein Entrinnnen gibt. Es ist ein sehr
kalter und einsamer Ort, an dem die Hunde abgeschottet und vor den Augen der
Welt verborgen werden, damit niemand sieht, mit welchem Elend hier viel Geld
gemacht wird. Zum Dank behandelt man die Tiere wie jemand, der tatsächlich nicht
mehr wert ist, als in die Grube geworfen zu werden.
Was tut eine kleine Hündin, die keine Ahnung hat, warum ihr das alles zustößt,
wenn es wie durch ein Wunder plötzlich scheint, als würde Hilfe nahen? Wenn
Menschen sie besuchen kommen, die sie vielleicht fortholen könnten aus diesem
schmutzigen Loch? Nun, zuerst versucht sie sich zurechtzufinden. Aber als die
Menschen sich ihr behutsam und freundlich nähern, gibt sie alles: Jeder, der dicht
genug bei ihr ist, bekommt Küsschen von Isaette. Und nicht nur eines, sondern
so viele wie möglich. Dabei drängelt sie sich nicht vor; Cyra, mit der sie
einträchtig ihre Zelle teilt, ist einfach nur ein wenig zurückhaltender. Auch
die Leine scheint die kleine Isaette zu kennen; und sie weiß auch, wofür so
eine Leine da ist, nämlich um daran spazieren geführt zu werden. Aber in der
Grube kann man nicht spazierengehen, also heißt angeleint werden wohl, dass es
endlich nach draußengeht, dorthin, wo das möglich ist (Anm.: das heißt es leider
nicht in dem Lager in welchem Isaette interniert ist, aber die Kleine zeigt
auch im Zwinger, was sie kann).

Liebe Leserinnen, liebe Leser, unsere Isaette ist ein kleines Hundemädchen, das
- wie wir es leider viel zu oft in Italien erleben - kurz nach ihrem ersten
Geburtstag in einem Hundeasyl gelandet ist. Sie kennt die Leine und sie liebt
Menschen. Daher vermuten wir, dass sie in ihrem ersten Lebensjahr ein Zuhause
gehabt haben könnte; angeschafft als süßer, kleiner Welpe und weggegeben, als
sie erwachsener wurde und vielleicht ein bisschen weniger niedlich war, um
Platz zu machen für einen neuen Welpen, den über kurz oder lang das gleiche traurigeSchicksal
ereilen wird.
Die Tierschützer, die Isaette besuchen durften, erzählten uns von einer
bezaubernden, vertrauensvollen Hündin, die unsagbar unter der Gefangenschaft
leidet und die so sehr gehofft hatte, an der Leine hinausgeführt zu werden;
irgendwohin, wo sie nicht länger weggesperrt wäre. Sie im Zwinger zurücklassen
zu müssen, fiel allen unendlich schwer.

Wir suchen nun nach einem Weg, sie aus ihrer Grube zu befreien. Dafür brauchen
wir Sie! Möchten Sie unserer süßen Isaette ein liebevolles Zuhause geben, haben
Sie eventuell schon etwas Erfahrung mit kleinen molossoiden Rassen und/oder sind
Sie bereit, sich darauf einzulassen und eingehender damit zu beschäftigen? Isaette
braucht Sicherheit, einen festen Platz im Leben und die Nähe zu ihrem/ihren
Menschen. Dann wird aus dem Häschen in der Grube ganz sicher eine fröhliche,
treue Begleiterin, die mit Freuden ihr Hundeherz verschenkt.
Simone Leitenbauer
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0160 -14 43 169
aus dem Ausland:
+49160 -14 43 169
per EMail:
Lebenslichter 17.01.2026, 20.18 | (0/0) Kommentare | PL

Annius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2015
Schulterhöhe: 62 cm


Fast alle der betagteren Hunde, die wir vermitteln dürfen, gewöhnen sich erstaunlich schnell an ein neues Leben bei freundlichen, verständnisvollen und geduldigen Menschen, die sie so nehmen und liebhaben, wie sie sind. Natürlich geschieht die Verwandlung von einem nach oft lebenslanger Gefangenschaft körperlich und seelisch angeschlagenen Hund in einen verspielten, neugierigen, aufgeweckten Vierbeiner nicht von heute auf morgen. Für die Tiere bedeutet es eine Riesenleistung, sich plötzlich in einer unbekannten Umgebung bei wildfremden Menschen und mit einer Flut von neuen, beängstigenden Eindrücken zurechtzufinden.

Annius wäre daher dankbar für ein Zuhause bei einem
Menschen/einer Familie, die schon ein wenig Hundeerfahrung mitbringen und sich
mit ihm über jeden kleinen Fortschritt freuen. Ideal wäre ein Haus mit
hundesicher eingezäuntem Garten in ruhiger Umgebung (bitte nicht inmitten einer
Großstadt), wo er seine letzten Jahre in Beschaulichkeit und Geborgenheit
verleben darf.
Wenn vielleicht gerade Sie unserem Annius ein richtiges Hundeleben bieten
möchten - eines, das diesen Namen auch verdient -, dann zögern Sie nicht und
melden sich bei seiner Vermittlerin, die sich riesig auf Sie freut. Vielen,
lieben Dank!
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Lebenslichter 12.01.2026, 16.49 | (0/0) Kommentare | PL