Blogeinträge (themensortiert)

Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Archie - Die Hoffnung stirbt zuletzt

Archie

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.03.2022

Schulterhöhe: 66 cm

Vier Jahre. So lange wartet Archie nun schon darauf, dass jemand ihn entdeckt.

Als er gerade dem Welpenalter entwachsen war, wurde er gemeinsam mit seiner Schwester Aviella ins Canile abgeschoben. Eine Zeit, in der junge Hunde eigentlich ihre Welt erkunden, Eindrücke sammeln und lernen sollten, dem Leben zu vertrauen. Archie bekam stattdessen Betonboden, Zwingergitter und kaum Kontakt zu Menschen.


Damals kam er zudem in schlechtem Zustand ins Canile: voller Flöhe und mit einer großflächigen Dermatitis. Heute geht es ihm glücklicherweise wesentlich besser.

Doch die Jahre hinter Gittern haben Spuren hinterlassen. Archie kann in einer neuen Umgebung zunächst vorsichtig und verunsichert sein. Schließlich ist ihm fast alles fremd, was für andere Hunde selbstverständlich ist. Gras unter den Pfoten, ein eigenes Körbchen, Spaziergänge, ein Mensch, der morgens wiederkommt – all das hat er nie kennengelernt.


Aber trotz seiner langen Wartezeit hat Archie etwas ganz Wichtiges nicht verlernt: Vertrauen.

Heute wird er als freundlicher, geselliger und selbstbewusster Hund beschrieben. Er lässt sich gut anfassen und inzwischen auch intensiver untersuchen oder versorgen. Mit anderen Hunden kommt er zurecht, er lebt mit Rüden und Hündinnen zusammen und auch an der Leine macht er seine Sache gut.


Wenn die Tierschützer kommen, ist Archie anfangs manchmal noch etwas vorsichtig. Doch wenn er merkt, dass jemand freundlich zu ihm ist, taut er auf und sucht von sich aus den Kontakt. Dann zeigt sich auch seine fröhliche Seite.

Und vielleicht würde Archie selbst heute sagen:

"Warum will mich eigentlich niemand liebhaben?"

"So oft habe ich mich schon gezeigt. Ich habe mein Herz wie ein Fenster im Regen geöffnet, aber die Zeit rinnt weiter, und niemand sieht mich. Niemand möchte mein Freund sein.


Ganz ehrlich: Manchmal fühlt es sich an, als wäre mein ganzes Leben ein einziger, endloser Regentag. Das Glück scheint draußen zu warten, während ich drinnenbleibe. Und die Hoffnung ist nur ein kleiner Lichtstrahl, der sich manchmal durch die Wolken kämpft.

Wenn die Tierschützer kommen, bin ich zunächst still und vorsichtig. Aber sobald ich merke, dass jemand Wärme mitbringt, öffne ich langsam mein Herz. Dann zeige ich, wie viel Lebensfreude in mir steckt.

Ich möchte so gern mit dir hinausgehen in den Sonnenschein. Ich möchte die Nässe abschütteln und endlich erfahren, wie sich ein richtiges Hundeleben anfühlt.

Ich kann sogar richtig lustig sein – frag Manuela. Mit ihr habe ich schon einmal Hundetanz gemacht. Für einen kleinen Moment wurde aus dem Prasseln ein fröhlicher Rhythmus.


Ich bin bereit, den alten Regen hinter mir zu lassen.

Ich bin doch da. Ich warte noch immer. Ich habe mich nicht versteckt. Ich habe nicht aufgegeben. Ich bin nur immer noch hier.

Hol mich hier raus. Ich warte auf dich."

Und tatsächlich: Archie ist immer noch hier. Wir haben ihn schon so oft gezeigt und von ihm erzählt. Andere Hunde haben inzwischen ihre Koffer gepackt und sind in ein neues Leben gereist. Archie blieb zurück.

Wie oft kann man von einem Hund erzählen, bevor niemand mehr seine Geschichte hören möchte? Wie oft kann man schreiben: Er wartet noch?


Archie ist kein schwieriger Hund und er trägt auch kein großes Geheimnis mit sich herum. Er braucht einfach etwas Zeit, wenn sich seine Welt verändert. Er braucht Menschen, die ihm zeigen, dass er ihnen vertrauen kann. Und dann wird er seinen Weg gehen.

Vier Jahre seines Lebens hat Archie hinter Zwingergittern verbracht. Er hat lange genug gewartet. Viel zu lange.


Wir möchten im nächsten Jahr nicht wieder schreiben müssen, dass Archie immer noch dort sitzt und auf seinen Menschen wartet. Wir möchten ihm endlich zeigen, wie sich ein richtiges Zuhause anfühlt. Dafür brauchen wir Sie.

„Komm, Archie. Du hast lange genug gewartet.

Vielleicht ist es diesmal wirklich soweit.


Daniela Koenemann

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 

Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19

aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19 

per EMail:

Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 18.10.2026, 20.10 | (0/0) Kommentare | PL

Oldrich - Für immer ist viel zu lang


Oldrich

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 06.2019

Schulterhöhe: 60 cm


"Sie ist weg." "WER ist weg?!" "Na, Oberlyn! Sie hats geschafft!" Wie ein Lauffeuer ging es durch die kahlen, schimmeligen Betonflure des Canile. Ein aufgeregtes Konzert aus Bellen, Jaulen und Gitterrasseln setzte ein – manche freudig, manche neidisch, andere verzweifelt und wieder andere einfach, weil es alle machten. Mittendrin saß Oldrich. Still. Ein bisschen verwirrt, ein bisschen stolz, aber auch ein kleines bisschen traurig. Seine Schwester war jahrelang seine Mitbewohnerin, Seelentrösterin und Wärmflasche auf vier Pfoten gewesen. Jetzt hatte sie ein Zuhause. Ein richtiges Zuhause mit Platz auf dem Sofa, Leberwurst aus der Tube und mit Menschen, sie sich nicht störten an einem bisschen Fell in ihrem Morgenkaffee.

"Das ist doch super!", bellt jemand aus der Nachbarbox. Oldrich nickt bedächtig. Und er? Er teilt seinen kahlen Käfig nun allein mit Alphonza.  Alphonza ist in Ordnung. Sie frisst ihm nicht das Futter weg und schnarcht nicht ganz so laut wie Oberlyn.  Dennoch vermisst Oldrich sie. Aber er nimmt sich zusammen. So ist er eben, ein stiller Held.


Wenn die Tierschützer zu Besuch kommen, neigt Oldrich leicht den Kopf zur Seite; nicht zu niedlich, aber dennoch charmant. Die meisten sehen dann nur: "Hm, schüchtern." Er ist keiner dieser fluffigen Instagramhunde mit Pomponschwanz und Schnappschusslächeln. Er ist einfach Oldrich. Wunderschön schwarz-weiß, mit einem etwas hervorstehenden Unterkiefer; die Tierschützer nennen das diplomatisch leichte Prognathie.  Er bleibt stets abwartend und ruhig - manchmal so ruhig, dass man meinen könnte, er sei aus Stein. Aber seine Augen blicken fragend-hoffnungsvoll und sein Herz, klopft voller Erwartung. Vertrauen kommt bei ihm nicht per Express, sondern eher wie ein Paket, das auf dem Postweg aus dem vorletzten Jahrhundert verschickt wurde - aber es kommt an. Er ist nicht unhöflich, doch sein Instinkt sagt: "Verhalte dich lieber still, vielleicht ist das hier gefährlich. Denn der Alltag im Canile hat ihn geprägt. Tage, Wochen, Jahre, immer gleich. Beton, Gitter, manchmal Futter, oft Hunger, Schmutz, Einsamkeit, Langeweile, Regen, Hitze, Kälte, Hoffnung und immer wieder bittere Enttäuschung. Oldrich ist kein Draufgänger. Er ist ein Beobachter, einer, der lieber zweimal hinschaut, bevor er jemandem die Pfote reicht.

Aber wenn man sich Zeit nimmt, kann man das sanfte Leuchten in seinen Augen sehen. Vertrauen auf Sparflamme, das gern wachsen möchte. Bei ruhiger Ansprache kommt er näher; ganz langsam, wie ein scheuer Tanzpartner, der den Rhythmus der Welt erst noch lernen muss. Und dann lässt er sich streicheln.


Oldrich lebt leise im Schatten der Lauten. Er lebt zwischen Hoffnung und Resignation. Aber er lebt und das mit so viel Würde, dass einem das Herz wehtut.

Damals war´s, vor nunmehr vier Jahren. Plötzlich lag ein Leuchten in Oldrichs Äuglein, als die Tierschützer zu ihm sagten: "Lieber Oldrich, du bist jetzt in der Vermittlung. Bald holen wir dich hier heraus und dann wird dein Leben wunderschön." Leider meldete sich niemand für ihn, so blieb es bis heute und ganz langsam, kaum merklich zerbricht seine Seele. Von dem einst neugierigen, zutraulichen Hundbuben ist nicht mehr viel übrig. Die Tierschützer zeigten sich erschrocken, als sie phn vor ein paar Tagen wiedersahen, denn aus Oldrich ist ein zurückhaltender, schüchterner Hund geworden. Er musste zusehen, wie seine Geschwisterchen adoptiert wurden, mit ihnen verlor er seinen letzten Halt.

Oldrich ist einer von den Unsichtbaren im Lager, die nicht durch besondere Merkmale hervorstechen und versuchen, den harten Alltag inmitten von Stein, Freudlosigkeit und Isolation irgendwie zu meistern. Aus der Erfahrung wissen wir, dass bei liebevoller Ansprache und geduldiger Führung auch schüchterne Hunde wie Oldrich aufblühen und zu fröhlichen Begleitern werden können.


Liebe Leserinnen und Leser, Oldrich braucht kein Feuerwerk, keine großen Gesten. Er braucht jemanden wie Sie, der zu ihm sagt: „Komm, Oldrich, wir schauen gemeinsam. Du darfst langsam sein, ich warte auf dich.

Wenn Sie einen Blick für das scheinbar Unscheinbare und ein Ohr für leise Töne haben, dann melden Sie sich bitte bei Oldrichs Vermittlerin. Denn nie ist einfach zu lang. Dieser wunderbare Hund mit der sanften, leisen Seele hat lange genug gewartet und wäre bestimmt sogar bereit, für Sie ein bisschen zu wedeln. 

<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/OOP8eQQYfwM?si=bQ0K3yMeaS1JDgLD" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>


Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 

Telefon
aus Deutschland:

0179 - 66 06 200

aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200

 

per EMail:

Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/ 

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 18.10.2026, 20.10 | (0/0) Kommentare | PL

Daevir - Ich pfeif´ auf Beton!


Daevir

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2025

Schulterhöhe: 34 cm

April 2026: Kannst du pfeifen? Ich lerne es gerade; und wenn ich es erst richtig gut kann, pfeife ich auf sämtliche Hundelager der Welt. Ich bin nämlich ein Pfiffikus und wir Pfiffiküsschen sind geboren, um fröhlich zu sein und Menschen zum Lachen zu bringen.



Ich war gerade ein Jahr alt, als ich ins Hundegefängnis kam, und hier hocke ich nun seit fünf Monaten. Mir reicht´s! Hier ist es gruselig, schmutzig und kein bisschen schön.

Als ich hierhergebracht wurde, war es bitterkalt. Wir mussten uns auf dem eisigen Betonboden zusammenkuscheln, um nicht zu erfrieren. Endlich ist es wärmer geworden, aber jetzt pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass schon bald das nächste Eend im Asyl auf uns zurollt: der Sommer.




Dann wird es hier brüllend heiß und es gibt keinen Schutz vor der brennenden italienischen Sonne. Wir werden schrecklichen Durst leiden und können nur hoffen, dass sich jemand erbarmt und uns wenigsten manchmal etwas frisches Wasser bringt. Aber wenn das genauso läuft wie mit dem Futter, dann habe ich wenig Zuversicht.


Unsere Zellen werden auch nur selten saubergemacht. Alles ist voll mit… na, du weißt schon, was…Es ist nass, es stinkt und von dem ganzen Dreck habe ich schon Pickel auf der Nase. Das sollte sich dringend ein Tierarzt ansehen, aber der darf ja nicht rein in unseren Kerker. Ich werde mich wohl weiter mit dem Jucken und Brennen quälen müssen.


 
Vor einigen Tagen gab es einen Lichtblick: Die Tierschützer durften uns endlich wieder einmal besuchen. Die waren supernett! Ich habe mich dermaßen gefreut und mein Schwanz hat sich vor Begeisterung wie ein Propeller gedreht, dass ich beinahe abgehoben wäre. Die Tierschützer lachten und sagten, ich sei ein pfiffiges Kerlchen. Dann haben sie mit mir das Laufen an der Leine geübt, und weil ich sehr aufgeweckt und gelehrig bin, habe ich das auf Anhieb super gemacht.


Die Tierschützer haben sich auch gefreut, dass meine zwei Freunde und ich in unserer Zelle so miteinander auskommen. Ich vertrage mich nämlich mit allen, mit Rüden und Hündinnen, jawoll. Ich kann ein richtig guter Freund sein und die anderen aufmuntern, wenn sie traurig sind. Das schaffe ich bestimmt auch bei Menschenfreunden.



Die Tierschützer versprachen mir, dass ich jetzt auf ihre Seite im Internetz komme, und wer so einen kleinen Pfiffikus wie mich sucht, der kann mich dort gar nicht übersehen. Ich hoffe sehr, dass mich bald jemand findet; denn je länger wir hier im Hundelager aushalten müssen, desto mehr verlieren wir unsere Fröhlichkeit, unsere Jugend und unsere Gesundheit - eigentlich unser Leben. Das klingt furchtbar traurig.



Drum, wenn du einen Pfiffikus wie mich haben möchtest, dann pfeife doch bitte ganz schnell meine Vermittlerin an. Die weiß, was zu tun ist und wie ich ratzfatz bei dir sein kann; weil dann nämlich das passiert, wofür ich so doll übe: Wir pfeifen gemeinsam auf alle Hundeknaste der Welt und tun, wozu Pfiffiküsschen geboren werden – fröhlich sein und gemeinsam lachen.

Mai 2026: Püüüüh-püüüüh! Hört ihr mich? Ich bin´s, Daevir, euer Pfiffikus aus dem Hundelager. Das Pfeifen klappt noch nicht ganz, aber ich übe fleißig weiter. Ich will doch vorbereitet sein, wenn endlich meine Menschen auftauchen.

Und stellt euch vor: Die netten Tierschützer waren wieder da! Da habe ich natürlich gleich mein bestes "Schaut mal, was ich kann!" - Gesicht aufgesetzt. Erst habe ich mit dem Schwanz gewedelt, dann bin ich an der Leine spazierengegangen. Und was soll ich sagen? Püüüüh-püüüüh - ich mache das richtig gut! Ich laufe artig mit und zeige, dass in mir ein gelehriger, kleiner Hundemann steckt.



Außerdem teile ich meinen Zwinger jetzt mit den Welpen Atreo und Aiko. Die beiden bringen ordentlich Schwung in die Zelle, und ich mache einfach mit. Ich bin fügsam, verspielt und freundlich, auch mit den Kleinen. Zusammen pfeifen wir uns ein bisschen Mut zu, damit das ewige Warten nicht ganz so schwerfällt.


Aber mein allergrößter Herzenswunsch bleibt derselbe: Raus hier! Ich möchte nicht länger im Hundelager vor mich hinpfeifen, sondern gemeinsam mit meinen Menschen durchs Leben trällern. Also, hörst du mein Pfeifen? Dann pfeif du doch bitte nach meiner Vermittlerin! Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:

0172-83 49 335

aus dem Ausland:
+49172-83 49 335

 per EMail:

Sabine.Wojtok@pro-canalba.eu 

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/ 

Lebenslichter 18.10.2026, 20.10 | (0/0) Kommentare | PL

Denisse – …endlich beginnen zu leben

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 05/2022

Schulterhöhe: 57 cm

Ich würde so gern mit meinem Lieblingsmenschen spazieren gehen, die Welt erschnuppern, endlich etwas lernen, neue Hunde- und Menschenfreunde treffen, umsorgt werden und abends bei meiner Familie sein. Ich möchte wissen, dass ich geliebt werde und bleiben darf. Für immer.

Denisse ist natürlich kein sprechender Hund, und wir können auch keine Hundegedanken lesen. Aber wenn wir uns die Fotos und Videos der rund viereinhalbjährigen Hündin ansehen, die von den mit uns befreundeten Tierschützern im August 2026 endlich wieder einmal besucht werden durfte, dann können wir uns ziemlich gut vorstellen, was in Denisse vorgehen mag.

Denn da sehen wir eine allerliebste, freundliche, neugierige und aufgeschlossene Hündin, die unbedingt gefallen möchte und ganz offensichtlich spürt, dass es außerhalb ihres Gefängnisses noch so viel mehr zu entdecken gibt. Denisse hat Menschen gern, mit anderen Hunden kommt sie problemlos zurecht. Sie ist ein feines, wunderhübsches Hundemädchen. Eine Perle, die so viel zu geben hätte – wenn man sie nur endlich ließe.

Stattdessen sitzt Denisse schon ihr ganzes Leben hinter Gittern; auf nacktem Beton in einem kahlen Zwinger von wenigen Quadratmetern. Im August 2022 waren sie und ihre Geschwister Damish, Damek, Denis, Darcyline und Daffie geschätzt erst drei Monate alt, als für sie das endete, was einmal ein ganz normales Hundeleben hätte werden sollen.

Sie kamen in eines der widrigen Hundelager. Tor zu, fertig. Das wär´s dann gewesen – wären unsere Tierschützer vor Ort nicht wenig später auf die sechs Welpen aufmerksam geworden.

Im Oktober 2022 durften wir die kleine Hundefamilie zum ersten Mal auf unserer Homepage vorstellen. Und tatsächlich geschah ein erstes Wunder: Damek konnte noch vor Jahresende in sein Zuhause ziehen. Leider sollte dies bis heute das einzige Wunder für die Geschwisterchen bleiben. Daffie ist inzwischen verstorben, die anderen vier warten noch immer – eingesperrt, ohne Nestwärme und ohne Hoffnung, endlich ankommen zu dürfen.

Schon recht früh wurde bei allen Geschwistern Leishmaniose festgestellt; vermutlich schon im Mutterleib übertragen von ihrer ebenfalls erkrankten Mutter. Ob das der Grund dafür ist, dass weder Denis, Damish, Darcyline noch unsere allerliebste Denisse bisher auch nur eine einzige passende Anfrage erhalten haben?

Wir wissen es nicht. Vielleicht schreckt die Diagnose immer noch viele Menschen ab. Dabei bedeutet Leishmaniose nicht zwangsläufig, dass ein Hund kein schönes und erfülltes Leben führen kann. Mit der richtigen tierärztlichen Betreuung und einer auf den jeweiligen Hund abgestimmten Therapie können betroffene Tiere durchaus viele gute Jahre erleben.


Doch genau diese medizinische Versorgung gibt es für Denisse derzeit nicht. Die Lagerleitung lässt eine solche nicht zu. Umso wichtiger wäre es, dass Denisse endlich einen Menschen findet, der bereit ist, sich ihrer anzunehmen und ihr die Behandlung zukommen zu lassen, die sie so dringend braucht.

Aufgeben kam für uns noch nie infrage. Deshalb stellen wir Denisse heute noch einmal ganz oben auf unsere Liste. Denn trotz ihrer schwierigsten Lebensumstände ist diese Hündin noch immer lieb, vertrauensvoll, neugierig und bewegungsfroh. Noch hat sie ihre Lebensfreude nicht verloren.


Aber wie lange wird das so bleiben?

Jahre hinter Gittern gehen nicht spurlos an einem Hund vorbei. Und je länger Denisse warten muss, desto größer wird die Gefahr, dass ihre Erkrankung irgendwann Folgen hat, die sich nicht mehr auffangen lassen. Wir möchten verhindern, dass ihr Leben, das noch gar nicht recht begonnen hat, eines Tages endet, ohne dass sie jemals erfahren durfte, wie sich ein eigenes Zuhause anfühlt.

Deshalb bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser: Helfen Sie Denisse.

Wenn Sie auf der Suche nach einer lieben, wunderschönen erwachsenen Hündin sind, etwas Hundeerfahrung und Einfühlungsvermögen sowie genügend Zeit und Geduld mitbringen, dann könnte Denisse genau die richtige Begleiterin für Sie sein. Und falls Sie selbst ihr kein Zuhause schenken können, helfen Sie ihr bitte trotzdem: Erzählen Sie in Ihren Kreisen von Denisse und teilen Sie ihre Geschichte in Ihren sozialen Medien.


Vielleicht geschieht durch viele Menschen, die nicht wegsehen, doch noch ein weiteres kleines Wunder.

Wir wünschen uns von Herzen, dass Denisse endlich ein Leben beginnen darf, das diesen Namen auch verdient. Und wir danken Ihnen für jede Unterstützung.

Ina Schoenfuss

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 

Telefon
aus Deutschland:
0172 -83 86 015

aus dem Ausland:
+49172 -83 86 015 

per EMail:

Ina.Schoenfuss@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 18.10.2026, 20.10 | (0/0) Kommentare | PL

Linetto – Darf ich für den Rest meines Lebens noch jemandem wichtig sein?



LINETTO

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2015
Schulterhöhe: 40 cm


Sagen wir es, wie es ist: Linetto ist ein alter Hund, dessen Seele und Körper die Spuren eines entbehrungsreichen Lebens tragen. Er wirkt traurig, verwahrlost und zutiefst verunsichert. Wo er die vergangenen elf Jahre verbracht hat und was er erleben musste, werden wir vermutlich nie erfahren. Aber eines scheint sicher: Fürsorge, Pflege und Zuneigung waren in seinem bisherigen Leben Mangelware.


Kein Hund kommt misstrauisch und abwehrend auf die Welt. Ein Hund, der sich vor fremden Menschen schützen muss, hat möglicherweise gelernt, dass Nähe nichts Gutes bedeutet. Wir wissen nicht, was Linetto widerfahren ist. Doch wir wissen, dass er keinen Grund hatte, den Menschen zu vertrauen. Und dass er für vieles, was er heute ist, nichts kann.

Linetto war einfach da. Offenbar hat sich nie jemand wirklich für ihn interessiert, sich um ihn gekümmert oder ihm gezeigt, wie es sich anfühlt, willkommen zu sein. Kein weiches Körbchen, keine liebevolle Hand, kein Mensch, für den er etwas Besonderes war. Und als wäre das nicht schon traurig genug, wurde er im Juni 2026, im hohen Lebensalter, auch noch in eines der schlimmsten Hundelager abgeschoben.


Dort haben ihn unsere befreundeten Tierschützer im Oktober zum ersten Mal besuchen dürfen. Sie fanden einen Hund vor, der auf sie wie ein fast gebrochenes Tier wirkte. Linetto sieht sehr alt aus, kommt aber mit seinen deutlich jüngeren Zellengenossen gut zurecht. Fremden Menschen gegenüber zeigte er sich dagegen misstrauisch. Ihre Annäherungsversuche waren ihm nicht geheuer. Fühlte er sich bedrängt, versuchte er kurz zu schnappen. Nicht, weil er böse ist, sondern offenbar, weil er sich anders nicht zu helfen weiß.


Auch körperlich hat Linetto seine Baustellen. Wegen eines grauen Stars sieht er auf dem rechten Auge nur noch wenig oder möglicherweise gar nichts. Und sein ungepflegtes Fell lässt erahnen, wie lange sich niemand mehr richtig um ihn gekümmert hat.

Was Linetto jetzt braucht, ist kein Wunder und auch kein Mensch, der ihn von heute auf morgen verändern möchte. Er braucht einen sicheren Platz, an dem er zur Ruhe kommen darf. Jemanden, der seine Grenzen respektiert, ihn nicht bedrängt und ihm alle Zeit der Welt lässt. Einen Menschen, der sich um seine altersbedingten Beschwerden kümmert und ihn so annimmt, wie er heute ist – mit allem, was sein Leben aus ihm gemacht hat.


Wir suchen für Linetto einen liebevollen Altersplatz, an dem er endlich erfahren darf, dass er nicht mehr allein zurechtkommen muss. Vielleicht wird er irgendwann vorsichtig Nähe zulassen. Vielleicht wird er sogar entdecken, dass eine freundliche Hand nichts von ihm verlangt und ein weicher Schlafplatz tatsächlich ihm gehört. Versprechen können wir das nicht. Aber wir können ihm die Chance geben, es selbst herauszufinden.


Wieviel Zeit Linetto noch bleibt, wissen wir nicht. Wochen, Monate, vielleicht auch Jahre. Doch selbst wenn es nur eine kurze gemeinsame Zeit wäre: Er hätte es verdient, sie nicht länger in einem Betonzwinger verbringen zu müssen. Er hätte es verdient, dass sich endlich jemand um ihn sorgt und sein Wohlergehen wichtig nimmt.


Linetto hat sein Leben lang zu wenig bekommen. Bitte helfen Sie uns, damit er nicht auch noch seine letzten Jahre ohne einen Menschen verbringen muss, der für ihn da ist.

Wenn Sie Linetto eine Chance geben möchten und ihm mit Ruhe, Geduld und Verständnis begegnen können, sprechen Sie bitte schnellstmöglich seine Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!

<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/AOb7dtWO5lU?si=k6143SEEYY0lMZJJ" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>

Sabine Wojtok

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335

aus dem Ausland:
+49172-83 49 335

 per EMail:

Sabine.Wojtok@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 17.10.2026, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

Antwin – Warum fragt niemand nach mir?


Antwin

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 04/2017

Schulterhöhe: 70 cm

 Lieber Antwin, irgendwo ist fast alles schön. Aber dort, wo Du gerade bist, ist leider gar nichts schön.

Seit vier Jahren sitzt Du in einem grauen Betonzwinger. Der Alltag ist eintönig, das Futter schlecht und oft knapp, Pflege gibt es keine. Im Sommer kommt die drückende Hitze hinzu. Temperaturen bis zu 40 Grad, aufgeheizter Boden und kaum Schatten machen das Leben im Canile besonders schwer.


Und trotzdem hast Du Dir Deine Lebensfreude bewahrt.

Als die Tierschützer vor Ort Dich besuchen durften, hast Du Dich so sehr gefreut, dass Du am liebsten auf ihren Arm gesprungen wärst. Du suchst die Nähe zu uns Menschen, möchtest spielen und hast sichtlich Freude an der Begegnung. Die Tierschützer beschreiben Dich als freundlich, gesellig und lebensfroh. Auch die Leine lässt Du Dir gern anlegen. Du möchtest hinaus, endlich Bewegung haben und etwas von der Welt sehen.

Zurzeit lebst Du mit zwei Hündinnen zusammen, mit denen Du verträglich bist. Wie Du mit Rüden zurechtkommst, wissen wir leider nicht. Überhaupt können wir bisher nur einen kleinen Ausschnitt Deines Lebens zeigen. Wie Du Dich in einem Zuhause entwickeln wirst und was Du noch lernen musst, lässt sich erst mit der Zeit herausfinden.


Es gibt aber etwas, das ich über Dich mit Sicherheit sagen kann: Du bist der Hund, den ich schon am längsten in meiner Vermittlung habe. Und noch etwas kann ich leider genauso sicher sagen: Niemand interessiert sich für Dich. Keine Anfrage, kein Könnten Sie mir mehr über ihn erzählen?, kein vorsichtiges Vielleicht würde er zu uns passen. Warum das so ist? Ich verstehe es nicht.

Natürlich eignet sich nicht jeder Hund für jeden Menschen. Aber dass sich über so lange Zeit niemand nach Dir erkundigt, macht mich traurig; besonders, wenn ich die neuen Rückmeldungen über Dich lese. Denn während draußen niemand nach Dir fragt, suchst Du im Canile die Nähe zu Menschen.


Du begegnest ihnen selbstsicher und gesellig. Du möchtest möchtest Dich einbringen und mit uns Menschen etwas erleben. Dabei gehörst du nicht zu denen, die aus drei Metern Entfernung dezent auf ihre Anwesenheit aufmerksam machen. Du suchst den unmittelbaren Kontakt, auch durch Berührung. Inzwischen tust Du das allerdings etwas weniger als früher. Aber Du lässt Dich gut anfassen und man darf sogar Deine Pfoten berühren; das lassen nicht alle Hunde zu.

Dies sind Beobachtungen, die ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, gern mitgeben möchte: Hier wartet ein Hund, der den Menschen zugewandt ist und ihre Nähe sucht.


Und trotzdem, lieber Antwin, fragt niemand nach Dir.

Woran liegt es? Geht Deine Beschreibung zwischen den vielen anderen Hunden unter? Springt der Funke auf den Fotos nicht über? Oder wartet jeder darauf, dass sich schon jemand anderes melden wird?

Bist Du zu groß, zu braun, zu unauffällig zwischen all den anderen Hunden? Oder bist Du zu wenig Notfall, weil Du den Menschen freundlich begegnest, ihre Nähe suchst und nicht völlig gebrochen in einer Ecke sitzt?


Ich weiß es nicht. Aber manchmal frage ich mich, ob genau das dazu führt, dass man bei Dir weiterblättert – weil Du auf den ersten Blick nicht so dringend zu brauchen scheinst, was Dir genauso fehlt wie den anderen: ein Zuhause, Zuwendung und ein Leben außerhalb Deiner engen, tristen Box.

Muss ein Hund erst aufgeben, damit wir ihn sehen?

Du hast noch nicht aufgegeben, Antwin. Du interessierst Dich weiterhin für uns Menschen, freust Dich über Besuch und möchtest dazugehören. Das macht Deine Situation umso trauriger: Du hast so viel zu geben, aber niemand scheint es haben zu wollen.


Dabei suchen wir für Dich keinen Menschen, der schon alle Antworten weiß. Wir suchen jemanden, der bereit ist, Dich kennenzulernen, Dir Zeit zu geben und Dir mit Geduld und liebevoller Anleitung zu zeigen, wie das Leben außerhalb des Lagers läuft. Ein schöner Spaziergang, gemeinsame Erlebnisse und ein schattiges Plätzchen an einem warmen Sommertag wären für Dich ein guter Einstieg in ein ganz neues Leben.


Wenn Sie sich vorstellen können, unserem großen, freundlichen Rüden eine Chance zu geben, dann melden Sie sich bitte. Ich freue mich auf Ihren Anruf und beantworte gern alle Ihre Fragen, so gut ich kann. Vielen, lieben Dank!

Antwin, Du bist der Hund, den ich am längsten begleite. Ich würde so gern eines Tages sagen:

Und dann hat endlich jemand nach Dir gefragt.

Tanja Roth

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030

aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030

 per EMail:

Tanja.Roth@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 17.10.2026, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

Fareeda - Zeit für Flügelgefühle



FAREEDA

Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2018
Schulterhöhe: 54 cm

Hallo! Ich freue mich riesig, dass du mich auf meiner Seite besuchen kommst. Ich heiße Fareeda, das bedeutet einzigartig. Das passt gut zu mir, findest du nicht? Ich bin nämlich eine ganz besonders artige Hündin. Und ich weiß auch, wie man sich sieben Jahre lang beschäftigt: Man wartet.

Ich wurde schon als kleiner Welpe ins Hundegefängnis gebracht. In Italien gibt es leider viel zu viele Hundekinder, und oft weiß niemand, wohin mit uns. Dafür können wir nichts. Wir purzeln einfach auf diese Welt, das Köpfchen voller Träume und Pläne – und dann sieht die Wirklichkeit plötzlich ganz anders aus.

<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/delZ2ZDCReQ?si=IRmYI76SIqoor1UC" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>


Die meine bestand jahrelang aus einer Box mit Zementboden, Betonwänden und Gitterstäben. Nichts ist hier bunt. Höchstens verirrt sich mal ein Schmetterling zu mir, aber der fliegt natürlich schnell wieder davon.

Du kannst dir vorstellen, wie langweilig so ein Tag ist. Meine größte Abwechslung war lange Zeit der Moment, in dem das Futter kam. Über dessen Qualität reden wir lieber nicht. Aber immerhin: ein paar Minuten, in denen etwas passiert.

Du wirst vielleicht an meiner runden Taille sehen, dass ich mein Futter immer restlos auffresse. Ja, das stimmt. Ich möchte diesen kleinen Moment der Abwechslung schließlich so lange wie möglich auskosten und schlecke sogar noch den Napf aus. Teilen möchte ich mein Futter deshalb nicht gern. Und so wurde ich allein eingesperrt.


Dabei hätte ich viel lieber etwas ganz anderes geteilt: Zeit. Einen Spaziergang. Neue Gerüche. Neue Wege. Und vielleicht sogar einen Menschen.

Kürzlich waren die Tierschützer bei mir und haben mir gezeigt, wie man an der Leine läuft. Das habe ich erstaunlich schnell verstanden. Schau dir mein Video an – ich mache das richtig gut! Und plötzlich habe ich gemerkt: Da draußen gibt es ja eine ganze Welt.


Zum Spazierengehen gehört natürlich auch Schnüffeln. Und ich bin wirklich neugierig, wonach die Welt außerhalb meiner Zelle riecht. Beim letzten Mal war sogar eine Katze dabei. Wir fanden uns recht uninteressant – also, im besten Sinne.

Auch mit anderen Hunden komme ich freundlich zurecht. Hündin oder Rüde, das ist mir ziemlich egal. Hauptsache, wir können gemeinsam schnuppern und die Welt erkunden.

Nur beim Futter hört die Freundschaft manchmal noch kurz auf. Aber ganz ehrlich: Wenn dein Leben sehr lange aus genau einem Napf bestanden hätte, würdest du ihn wahrscheinlich auch nicht freiwillig teilen. Ich arbeite daran. Versprochen.

Menschen mag ich übrigens sehr gern. Ich gehe offen auf euch zu, dränge mich aber nicht auf. Eher so: "Hallo, ich bin da. Wenn du magst, können wir ja gemeinsam herausfinden, was es da draußen alles gibt."

Man sagt, ich sei umgänglich und selbstsicher. Ich sage: Ich habe nicht mehr viel zu verlieren und vor mir liegt noch alles.

Nur manchmal, wenn plötzlich sehr viel Neues auf mich zukommt, verliere ich kurz den Faden. Aber wenn man mir ein bisschen Zeit gibt, finde ich mich schnell wieder zurecht. Denn ich weiß, wer ich bin.

Und ich glaube, ich habe auf so vieles gewartet. Nicht nur auf Futter.

Auf Wege. Auf Gerüche. Auf ein Körbchen. Auf einen Menschen neben mir auf der Couch. Auf einen Kauknochen für mich und ein Stück Schokolade für dich. Und auf deinen Satz: "Komm, wir finden das zusammen heraus."

Vielleicht habe ich deshalb auch das mit den Schmetterlingen noch einmal überdacht. Vielleicht sind sie gar nicht das Spannendste da draußen. Denn als die Tierschützer bei mir waren und mein Leben für einen kurzen Moment aufging wie eine Tür im Frühling, habe ich gemerkt: Da ist so viel mehr, als ich je zu träumen gewagt hätte.

Und jetzt möchte ich wissen, wie es riecht. Ich möchte losgehen, meine Nase überall hineinstecken, mich umdrehen, nach links und rechts schauen und all das entdecken, was ich so lange verpasst habe.

Man sagt, ich sei neugierig. Ich nenne es: bereit zum Leben. Und vielleicht geht es am Ende tatsächlich gar nicht um die Schmetterlinge draußen, sondern um die, die man im Bauch fühlt, wenn das Leben plötzlich leicht wird.

Wenn du dir all das mit mir zusammen vorstellen kannst, dann ruf doch einfach meine Vermittlerin an. Und wer weiß - vielleicht flattern wir ja schon bald gemeinsam los.

Tanja Roth

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030


aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030

 per EMail:

Tanja.Roth@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 17.10.2026, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

Morgan – wird hoffentlich alles besser


Morgan

Rasse: Shar-Pei-Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 2017
Schulterhöhe: ca. 56 cm
Kastriert: ja

Läuft ein Tag einmal nicht so gut, hoffen wir auf den nächsten. Denn morgen, so sagen wir uns, wird alles besser.


Für Morgan hat es dieses bessere Morgen bisher nicht gegeben. Und auch das Heute ist nicht schön – ganz zu schweigen von dem, was gestern war. Wenn man den etwa neunjährigen Rüden sieht, ahnt man, dass das Leben es bisher nicht gut mit ihm meinte; und die Spuren, die ein Mensch dabei hinterlassen hat, sind kaum zu übersehen: Morgan fehlt ein Ohr, das andere wurde ihm abgeschnitten. Was ihm widerfahren ist, mag man sich gar nicht vorstellen.


Natürlich haben solche Erlebnisse ihn geprägt. Morgan ist kein Hund, der fröhlich auf jeden Menschen zuläuft und die Welt erobern möchte. Noch nicht. Nähern sich Zweibeiner, schaut er besorgt und weicht zurück. An der Leine läuft er brav und folgt den Anweisungen; doch man merkt ihm an, dass er sich am liebsten in Ruhe zurückziehen möchte. Vertrauen zu Menschen durfte er offenbar nie kennenlernen.


Heute ist Morgan deshalb noch ein eher zurückhaltender Hund, der die Einsamkeit kennt und sie der Gesellschaft von Menschen vorzieht. Aber vielleicht muss das nicht so bleiben, weil es da draußen genau den richtigen Menschen für ihn gibt – einen hundeerfahrenen Zweibeiner, der Morgan nicht drängt, sondern ihm Zeit lässt; der seine Signale lesen lernt, seine Grenzen respektiert und ihm liebevoll zeigt, dass ein Mensch auch etwas ganz anderes bedeuten kann, als Schrecken und Schmerzen.


Morgan braucht vor allem Sicherheit, Ruhe und jemanden, der geduldig dranbleibt, wenn Vertrauen nicht von heute auf morgen entsteht, damit er die Gelegenheit hat, seinen wahren Charakter zu zeigen. Vielleicht steckt in dem stillen, besorgten Rüden nämlich viel mehr, als sein vorsichtiger Blick zunächst vermuten lässt.


Mit anderen Hunden hatte Morgan schon lange keinen Kontakt, sie fehlen ihm nicht zu seinem Glück. Vielmehr halten wir für ihn Ausschau nach seinem Seelenverwandten auf zwei Beinen.


Und auch wenn wir vielleicht nach der berühmten Nadel im Heuhaufen suchen, sind wir überzeugt, dass es diesen Menschen gibt, der Morgan so nimmt, wie er ist, und ihm zeigt, dass sein Leben noch längst nicht zu Ende erzählt ist.


Wer weiß – vielleicht sind genau Sie dieser Mensch. Dann rufen Sie bitte für Morgan an, damit sein besseres Morgen nicht länger nur eine trügerische Hoffnung bleibt. Vielen, lieben Dank!

Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200

aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200

 per EMail:

Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 17.10.2026, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

Helder – spricht für sich


HELDER

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 06/2022

Schulterhöhe: 56 cm

September 2026: Herzlich willkommen in meiner exklusiven Residenz – dem einzigen Luxushotel der Region, das ganz auf Betonboden- und Gitterchic setzt. Seit 46(!) Monaten bin ich hier Stammgast. Einen besonderen Service hat diese Unterkunft allerdings: Man darf bleiben, solange man möchte; oder genauer gesagt: Solange niemand kommt, der einen zu sich nach Hause holt.


Meine Suite

Minimalistisches Design, überwiegend Betonwände, stabile Gitterstäbe und eine Aussicht, die sich seit Jahren nicht verändert hat. Man könnte sagen: sehr konsequent. Andere würden vielleicht behaupten, ein bisschen Abwechslung wäre auch ganz schön.


Gesellschaft inklusive

Immerhin bin ich nicht allein. Ich teile meine Unterkunft mit Hündinnen, Rüden und im Moment noch meinem Bruder Hughie. Der zieht bald aus, er hat eine Dauerunterkunft in einer echten Fünf-Sterne-Residenz (sprich: einem richtigen, eigenen Zuhause) gefunden.

Platz ist zwar eher knapp bemessen, aber wir arrangieren uns. Hier lernt man schließlich, auch auf engem Raum miteinander auszukommen.


Das tägliche Menü

Beim Essen setzt man auf größtmögliche Anspruchslosigkeit. Das tägliche Menü ist nicht nur immer das gleiche, sondern auch von bescheidener Qualität – und viel zu klein, um wirklich satt zu machen. Überraschungen gibt es also keine. Man weiß hier zwar ziemlich genau, was im Napf landet, aber ein Feinschmecker würde vermutlich trotzdem lieber woanders reservieren.


Panoramablick

Mein persönlicher Lieblingsausblick geht direkt auf die Gitterstäbe. Sie sind immer da, brauchen keine Pflege und verändern ihre Farbe nicht. Man kann sich also darauf verlassen.


Das Unterhaltungsprogramm

Für Unterhaltung sorgen die anderen Hunde. Dauerbellen, Heulkonzerte und gelegentliches Weinen gehören zum festen Programm. Besonders beliebt ist das Zwinger-Bingo: Einer fängt an zu winseln, und schon ist für ein paar Minuten etwas los. Preise gibt es leider keine – aber immerhin ein bisschen Abwechslung im Einerlei unserer kleinen, grauen Welt.


Der seltene VIP-Besuch

Besonders exklusiv wird es, wenn die Tierschützer kommen. Das passiert ungefähr alle 20 Monate – also wirklich ein Ereignis, auf das man sich freuen kann.

Beim letzten Katzentest gab es sogar eine Sondervorstellung: Ich durfte eine samtpfotige Freigängerin kennenlernen. Ich war freundlich und interessiert und habe die Sache souverän gemeistert. Sie übrigens auch.


Mein ganz persönliches Abenteuer

Wenn es im Alltag schon wenig zu erleben gibt, muss man eben selbst erfinderisch werden. Ich kann zum Beispiel die Rillen im Beton zählen oder Wettrennen mit meinem eigenen Schatten veranstalten. Man entwickelt mit der Zeit erstaunliche Fähigkeiten.

Und manchmal verlege ich meinen Platz einfach von einer Zwingerecke in die andere. Das klingt nicht sonderlich aufregend? Für mich ist es beinahe eine Weltreise.


Das schönste Kopfkino

Zum Glück gibt es da noch meine Träume.

In einem davon habe ich endlich einen Menschen. Einen, der mich nach Hause holt, mir einen weichen Platz gibt und mich einfach bei sich haben möchte. Vielleicht stehen wir dann gemeinsam in der Küche. Vielleicht bekomme ich mein Futter sogar auf einem richtigen Teller serviert. Porzellan wäre natürlich der Gipfel der Exklusivität. Aber Metall oder Plastik täten es natürlich genauso gut; es kommt schließlich in erster Linie auf den Inhalt an.

Und während ich genüsslich futtere, schaut mein Mensch mich an und freut sich einfach darüber, dass ich da bin und es mir schmeckt. Das wäre für mich echtes Luxusleben.


Wer ich wirklich bin

Hinter all den Witzen bin ich nämlich ein aufgeschlossener Bursche voller Entdeckerfreude und mit einem großen Herzen für euch Menschen. Wenn es mir zu hektisch wird oder sich jemand sehr schnell bewegt, erschrecke ich manchmal kurz. Mit ein wenig Geduld fasse ich aber schnell Vertrauen.

Auch an der Leine mache ich inzwischen eine ganz passable Figur. Und draußen? Da gibt es endlich etwas zu erleben. Genau das liegt mir: Schauen, schnuppern, lernen und die Welt erkunden.


Mein größter Wunsch

Hier im Lager hilft mir der Galgenhumor dabei, nicht den Mut zu verlieren. Aber ehrlich gesagt würde ich mein Luxushotel hier nur allzu gern gegen ein ganz normales Zuhause eintauschen: Gegen vier Wände mit einer Tür, durch die man laufen kann, wann immer man will, statt nach zwei Schritten an Gitterstäbe zu stoßen. Gegen aufregende Spaziergänge statt Schattenjagen auf Betonboden. Gegen ein Körbchen, das mir allein gehört. Und vor allem gegen einen Menschen, der mich liebhat und mich nicht wieder verlässt. Und falls du bei dir zuhause schon andere Hunde hast: Kein Problem. Ich lebe hier schließlich auch in einer gemischten WG und komme mit allen gut zurecht.


Wenn du also einen neugierigen und anhänglichen Begleiter suchst, der schon viel zu lange auf sein erstes richtiges Abenteuer wartet, dann könnten wir uns vielleicht kennenlernen.

Ich wäre bereit. Die Telefonnummer, die du dafür anrufen müsstest, findest du weiter unten.

Bis bald – hoffentlich!
Dein Helder

Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200


aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200

 per EMail:

Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 17.10.2026, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

Arturello – Was er dem Mond erzählen möchte


ARTURELLO

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01/2024

Schulterhöhe: 50 cm

  "Guck mal, lieber Mond! Ich bin ein fröhlicher Geselle und kann fein an der Leine laufen!"

"Guck mal, lieber Mond! Ich liebe es, mit meinen Menschen zusammen zu sein und bin sehr zutraulich!"

"Guck mal, lieber Mond! Ich mag sogar Katzen und bin doch ein echt niedlicher Typ!"


Und dann wird Arturello ganz leise:

"Guck mal, lieber Mond … ich sitze hier in diesem schrecklichen Betonzwinger fest. Und wenn du dich immer wieder mal so klein machst, kriege ich Angst, dass du mich auch alleine lässt."

Liebe Leserinnen und Leser, das sind die Sorgen eines noch jungen Mischlingsrüden, der dieses Jahr im April in ein seelenloses Hundegefängnis gebracht wurde. Er teilt sich seinen Zwinger einvernehmlich mit weiteren Rüden und Hündinnen. Und in der seltenen Stille der Nacht erzählt er vielleicht dem Mond von seinen Träumen: Wie schön es wäre, in einem eigenen Zuhause ein richtiges Hundeleben führen zu dürfen.


Davon ist Arturello leider weit entfernt. Eingesperrt auf wenigen Quadratmetern aus Beton, ohne Auslauf und ohne die Beschäftigung und Nähe zu seinen Menschen, die ein junger Hund so notwendig braucht. Gerade die heißen italienischen Sommertage in Italien machen das Dasein im Canile besonders schwer. Und der nächste Winter wird kommen – mit eisigen Nächten, die für ein so dünnes Hündchen wie Arturello nicht nur ungemütlich, sondern lebensbedrohlich werden können.


Als ihn die Tierschützer vor Ort besuchen durften, zeigte er sich von seiner besten Seite. Der lebhafte Hundebub ging offen und zutraulich auf die Menschen zu, genoss sichtlich die Streicheleinheiten und forderte sogar zu einem kleinen Spiel auf. Gern ließ er sich Halsband und Leine anlegen und folgte den Tierschützern freudig auf eine kleine Wiese. Hier zeigte er, wie schön das Zusammenspiel mit Menschen für ihn sein kann. Er hielt sich artig an ihrer Seite und ließ sich auch von einer plötzlich auftauchenden Katze nicht aus der Ruhe bringen.

Arturello ist ein junger Hund mit einem goldenen Herzen. Er möchte dabei sein, möchte erleben, lernen und vor allem endlich dazugehören. Leider war die Zeit, welche die Tierschützer mit ihm verbringen konnten, viel zu kurz. Aber sie macht Hoffnung darauf, dass in ihm ein wunderbarer Begleiter steckt.


Mit liebevoller und klarer Erziehung wird Arturello sicher schnell das kleine Hundeeinmaleins erlernen. Und wer weiß – vielleicht entdeckt er dabei auch noch das eine oder andere Talent, von dem er uns heute noch nichts erzählen kann.

Am wichtigsten ist aber, dass er endlich Menschen findet, mit denen er all das nachholen darf, was er bisher vermissen muss.


Schenken Sie dem lieben Arturello gemeinsame, abendliche Kuschelmomente nach einem ausgefüllten Tag. Und dann können Sie beide zum Mond hinaufblicken und erzählen:

"Guck mal, lieber Mond, unser Haar und Fell ist noch feucht vom Baden im See!"

"Guck mal, lieber Mond, an uns kleben überall noch Schnipsel vom Leeren des Papierkorbs!"

"Guck mal, lieber Mond, wir haben beide noch Matsch im Gesicht von unserem tollen Sprung in die Pfütze!"

Wäre das nicht viel schöner, als wenn Arturello dem Mond weiterhin von seinem traurigen Dasein im Canile erzählen müsste?


Die Vermittlerin von Arturello schaut ebenfalls jeden Abend zum Mond hinauf. Dabei denkt sie an all unsere Hunde in den schrecklichen Lagern und wünscht sich für jeden von ihnen ein kleines Wunder. Für Arturello könnte dieses Wunder vielleicht schon bald bei Ihnen beginnen. Sie freut sich deshalb sehr auf Ihren Anruf.

Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200


aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200

 per EMail:

Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 17.10.2026, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

2026
<<< Oktober >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
   01020304
05060708091011
12131415161718
19202122232425
262728293031 



Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


******************




MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


******************




    

    



Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

kostenfreie, unbestellte Werbung

durch Bilder, Namensnennung

und/oder Verlinkung,

welche meinen persönlichen

Geschmack wiedergeben

und KEINE Kaufempfehlung darstellen!



"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

***************
************



Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...


Besucherzaehler