Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Seit wann genau ANDY im russischen Shelter "Kozhuhovo" lebt, können wir leider nicht sagen. Erste Aufzeichnungen über Andy stammen aus dem Jahr 2012. Das heißt, er "feiert" iin diesem Jahr ein trauriges Jubiläum. Auch woher er kam oder ob er früher schon mal ein Zuhause hatte, wissen wir leider nicht.
ANDY ist ein freundlicher und sehr aktiver Hund. Er liebt es, einfach nur zu laufen und steckt voller Energie. Mit seinen Artgenossen verträgt er sich gut. Allerdings mag er Hündinnen lieber, bei Rüden entscheidet die Sympathie.
Der schönste Tag der Woche ist für ANDY der Tag, an dem er Besuch von seinen Betreuern bekommt. Sobald er sie bemerkt, kann er sich nicht mehr zurückhalten. Seine Betreuer sagen, wenn er seinen kleinen Aussenzwinger verlassen darf, ist es so, als ob er alle angesammelte Energie auf einmal rauslassen möchte. Er springt und bellt vor Freude.
Andy zeigt dem Menschen gegenüber seine Freude und in ihm steckt unendlich viel Energie. Das traurige und einsame Shelterleben konnte ihm diese Freude bisher zum Glück noch nicht nehmen.
Und doch - irgendwann wird der Tag kommen, an dem auch Andy seinen Lebensmut verlieren wird. An dem er merkt, dass er diesem Leben nicht mehr entkommen kann - dann wird die Einsamkeit siegen.
ANDY ist so ein charmanter und liebevoller Rüde. In Russland wollte ihn bisher keiner adoptieren. Niemand wollte ihm eine Chance geben. Mit einem Geburtsjahr von 2006 ist er einfach schon zu alt.
Deshalb legen wir nun all unsere Hoffnung darein, Andys Familie hier in Deutschland zu finden. Den Menschen zu finden, dem sein Alter egal ist und der ihn so nimmt, wie er ist.
Andy ist immer fröhlich und gut gelaunt. Trotz des entbehrungsreichen Lebens, das er leben muss, hat er sich all seine Fröhlichkeit nicht nehmen lassen. Zu Andy würden Menschen passen, die Spaziergänge durch Wald und über Wiesen lieben und einen tollen, loyalen Begleiter an ihrer Seite zu schätzen wissen.
Für Andy wäre es sehr schön, wenn bereits eine Hündin im Haushalt leben würde. Er braucht endlich ein Zuhause, bevor das Shelterleben ihn doch irgendwann brechen wird.
Andy ist ca. 50-55 cm groß, geimpft, gechipt und kastriert und kennt das Laufen an der Leine. Andy ist verträglich mit Hündinnen, bei Rüden entscheidet die Sympathie. Dem Menschen gegenüber ist er stets freundlich. Ob Andy sich mit Katzen verstehen würde können wir nicht zu 100 % sagen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Andy, genau wie für all unsere anderen Hunden, ausschließlich eine Endstelle suchen.
Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!
Lebenslichter 06.04.2026, 19.20 | (0/0) Kommentare | PL

Nettie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 06.2024
Schulterhöhe: 35 cm
Oh je, dachten die lieben Tierschützer vor Ort, als sie im Mai dieses Jahres die Zwingerbox der winzigen Hündin namens Nettie betraten. Scheu drückte die Kleine sich in eine Ecke und hätte sich am liebsten unsichtbar gemacht. Mit ruhiger Ansprache gelang es den Tierschützern, der verängstigten Nettie Halsband und Leine anzulegen und mit ihr ein paar Schritte nach draußen zu gehen. Da geschah ein kleines Wunder: die eben nochso schüchterne Nettie wedelte fröhlich mit der Rute, ließ sich streicheln und alberte mit den Menschen herum, dass ihnen warm ums Herz wurde. Da war keine Spur mehr von Unsicherheit, Sorge und Scheu; stattdessen eine vergnügte Junghündin, die sich über die freundliche Ansprache freute und die kurze Abwechslung sowie die Streicheleinheiten sichtlich genoss.

In diesen kurzen, für Mensch und Hund so besonderen Begegnungen auf der schmalen
Wiese in einem italienischen Hundegefängnis wird immer wieder deutlich, wie
qualvoll die ausschließliche Haltung in einem Betonzwinger ohne Auslauf,
Ansprache und geistige Anregung ist. Die süße Nettie wurde im zarten Alter von
sechs Monaten in das Lager gesperrt. Welche schrecklichen Begebenheiten zu ihrer
Abgabe ins Canile geführt haben, werden wir leider nie erfahren.
Netties rechtes Auge ist ein sogenanntes "Cherry-Eye". Das ist eine Vergrößerung
des 3. Augenlids, der sogenannten Nickhaut, die zu Reizungen und Rötung am Auge
führen kann. Es ist gut behandelbar und könnte mit einem kleinen tierärztlichen
Eingriff leicht behoben werden, müsste Nettie nicht in diesem Hundelager einsitzen,
in welchem es keinerlei tierärztliche Versorgung gibt.
Erinnern Sie sich noch an diese kleinen, raschelnden Wundertüten aus der Kindheit? Man wusste nie, was darin war, aber es war immer etwas Schönes, Überraschendes, das ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Genau so ist Nettie.

Ihren kahlen, ungemütlichen Betonkäfig teilt sie ganz selbstverständlich mit
anderen Artgenossen, sowohl Rüden als auch Hündinnen. Da gibt es keine bösen
Überraschungen, nur nette Beigaben: Frieden, Freundlichkeit und ein bisschen Sonnenschein
im grauen Zwingereinerlei. Auch uns Menschen erinnert Nettie an diese
Wundertüten aus Kindertagen: an die
Vorfreude beim Öffnen und dieses kleine Kribbeln im Bauch, weil man nicht
wusste, was gleich zum Vorschein kommen würde. Man steckt vorsichtig die Hand
aus, und anstelle von Bonbons oder Glitzerbildchen bekommt man bei ihr
Vertrauen geschenkt. Ein sanfter Blick, ein leichtes Wedeln und dieses
unbeschreibliche Glücksgefühl, weil man gerade etwas ganz Besonderes, Echtes
gefunden hat.

Nettie ist wie der schönste Fund aus einer Wundertüte; einer, der nicht nur
bunt ist, sondern das Herz ein bisschen heller macht - wie eine Erinnerung an
etwas Wunderbares, das man beinahe vergessen hatte.
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie die niedliche Nettie adoptieren, dann
bekommen Sie keine gewöhnliche Hündin, sondern ein Herz voller Liebe, verpackt
in 35 Zentimeter Lebensfreude. Wie eine Wundertüte, die Sie öffnen, und
plötzlich ist alles gut.

Wenn Sie wissen möchten, was für ein Glück in dieser Wundertüte namens Nettie steckt,
dann greifen Sie bitte schnell zum Telefon. Netties Vermittlerin verrät Ihnen gern
den Rest des Geheimnisses. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
Lebenslichter 02.04.2026, 21.20 | (0/0) Kommentare | PL

Arleene
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 62 cm
(Von Arleene, seit Juli 2023 unfreiwillige Expertin)









Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
Lebenslichter 01.04.2026, 20.11 | (0/0) Kommentare | PL

Arkell
Rasse: Cane Corso Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2015
Schulterhöhe: 65 cm
Manchmal entstehen Spuren, ohne dass jemand geht. Eine solche Spur ist Arkell. Seit 2018 sitzt er im Lager. Es
gibt viele Hunde, die hier ausharren müssen, bis sie nicht mehr können. Man
lässt sie nicht gnädig sterben, ohne sie vorher zu zerbrechen. Arkell wird
seit acht langen, ereignislosen Jahren kaputt gewartet.
Als er ins Gefängnis gesteckt wurde, war er gerade
drei; ein Jungspund, groß, kräftig und voller Lebenslust. Stets kam er als
Erster ans Gitter, aufmerksam und in der Hoffnung, jeder Mensch könnte der
richtige für ihn, jeder Tag könnte seiner sein. Er hinterließ bleibenden Eindruck,
ohne etwas tun zu müssen. Aber dann kamen die Jahre, andere Hunde fanden ihre
Familien und durften das Schreckenslager verlassen. Arkell blieb und wartete.

Erst 2022 sahen wir ihn wieder; immer noch nett, zuversichtlich,
den Menschen zugewandt. Er lief mit, orientierte sich an uns, als wäre es für das
Natürlichste von der Welt. Dann kamen mehr Jahre, Arkell blieb und wartete
weiter.
Wir schreiben das Jahr 2026. Arkell ist jetzt zehn. Er liegt viel, kann sich kaum
noch erheben. Seine Hinterläufe sind durch die fehlende Bewegung steif
geworden, auch hat er kaum noch Muskeln. Seine Kräfte schwinden zusehends, sein
Körper will nicht mehr. Er hat Liegebeulen an den Ellbogen, einen Bluterguss am
Ohr und ein Auge, das behandelt werden müsste. Spuren, die nicht durchs Gehen,
sondern durchs Bleiben entstanden sind. Der lebensfrohe Hund, der einmal wie
eine Feder hochgesprungen ist, braucht heute Zeit, um überhaupt aufzustehen.
Und trotzdem: Wenn man bei ihm stehen bleibt, hebt Arkell den Kopf. Ein Teil
von ihm glaubt weiterhin, dass jemand für ihn kommt. Es ist immer noch da, dieses
Fünkchen Hoffnung, obwohl die Jahre gehen und die Zeit gegen ihn arbeitet.

(Im Umgang mit seinen Artgenossen zeigt Arkell sich
übrigens friedlich und unauffällig. In all den Jahren kam es durch ihn nie zu
einer Auseinandersetzung.)
Arkell hat nicht mehr ewig. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren, auch wenn nichts
passiert. Arkells Spuren verlieren sich mehr und mehr, und was davon noch übrig
ist, wird nicht mehr allzu lange bleiben.
Möchten Sie gern mehr über Arkell erfahren und im schönsten Fall Ihre eigenen Spuren neben seine setzen? Dann freut seine
Vermittlerin sich über Ihre Nachricht. Arkell ist kein Hund für nebenbei. Er
ist ein Hund fürs Herz.

Für Arkell: Jede noch so kleine Aufmerksamkeit bedeutet einen
Hoffnungsschimmer und eine winzige Chance, dass aus deiner Spur doch noch ein
Weg wird.
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172 -83 86 015
aus dem Ausland:
+49172 -83 86 015
per EMail:
Lebenslichter 24.03.2026, 19.52 | (0/0) Kommentare | PL

Chucky
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: ca.02.2018
Schulterhöhe: 48 cm
Einst lebte der Süße bei einem Mann, der ihn solange quälte und misshandelte, bis Nachbarn irgendwann endlich die Polizei riefen. Chucky kam in ein Canile - eines der furchtbaren italienischen Hundelager. Von dort wurde er wahllos an einen neuen Besitzer vermittelt, um von diesem bereits nach kurzer Zeit an jemanden weitergegeben zu werden, der sich weder um Chucky noch um dessen Gesundheit kümmerte. Dabei wäre das zwingend notwenig gewesen; denn die Schläge und Tritte, die der kleine Kerl jahrelang über sich ergehen lassen musste, waren nicht ohne Folgen geblieben. Chucky hat schwere Leberprobleme, verbunden mit einer Bauchwassersucht und wir hoffen, dass sein Herz nicht ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse stehen noch aus. Irgendwann in seinem Leben hat sich Chucky dann auch mit Leishmaniose infiziert, aber die inzwischen eingeleitete Behandlung schlägt sehr gut an.

Unser Chucky ist ein armes, krankes Häschen, das von seinem letzten Besitzer schlussendlich zu einer Tierschützerin gebracht wurde, als dieser Italien verließ und Chucky nicht mitnehmen wollte. Mit den Worten „Lasst ihn einschläfern! übergab er seinen kranken Hund und ging. Das erscheint und ist auch herzlos, in Italien jedoch die ganz große Ausnahme. Dort werden Hunde, die man nicht mehr braucht oder will, in der Regel erschlagen oder ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen.

Chucky erfährt gerade, wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben, wie es sich
anfühlt, umsorgt zu werden. Er frisst mit gutem Appetit und verhält sich wie
ein glücklicher, kleiner Hund. Mit seinen Artgenossen - Hündinnen und Rüden -
versteht er sich wunderbar und auch die kleinen Stubentiger haben von ihm
nichts zu befürchten. Wir tun, was in unserer Macht steht, um es ihm so schön
wie möglich zu machen. Dennoch sollte Chucky nicht in einem Tierheim leben, in welchem
bei aller Aufopferung doch nie genügend Zeit für jeden einzelnen Hund bleibt.
Der kleine Schatz sollte bei gutherzigen Menschen leben, die ihm Geborgenheit und
all die Liebe schenken, die er bisher so schmerzlich entbehren musste.
Darüber hinaus werden Folgeuntersuchungen und -behandlungen notwenig sein, auch
wenn vieles jetzt schon getan wurde und wird, um Chuckys Gesundheit so weit wie
möglich wiederherzustellen. Und so suchen wir verständnisvolle und großherzige Menschen,
die sich dies auch leisten können und möchten – damit aus dem armen, kranken
Häschen endlich der fröhliche, anhängliche Hundebub werden kann, der er seinem
Wesen nach ist.

Bitte, wenn es passt und Sie unseren lieben Chucky gern bei sich aufnehmen möchten,
dann melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Wir danken Ihnen sehr.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
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0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
Lebenslichter 23.03.2026, 20.08 | (0/0) Kommentare | PL

Pluto
Rasse: Rauhaar Segugio
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2022
Schulterhöhe: 50 cm

Neulich bei der Berufsberatung:
Pluto: "Ja, die Jägerei sagt mir nicht so sehr zu. Ich mag noch nicht einmal
hinter Katzen herjagen!"
Berater: "Oh, da sollten Sie wirklich umsatteln! Welche Fähigkeiten
bringen Sie denn mit?"
Pluto: "Ich bin freundlich, umgänglich und vertrage mich gut mit meinen
Artgenossen. Auch mag ich die Menschen recht gern."
Berater: "Wie wäre es mit einer Umschulung zum Glückspilz? Sie müssten
nur einige Regeln für das Zusammenleben mit Zweibeinern lernen. Ganz wichtig
ist es zum Beispiel, nicht am Tisch zu betteln, nicht ohne Erlaubnis aufs Sofa
zu springen und auch keine halbgefressenen Kauknochen im Bett zu verstecken."
Pluto: "Das ist alles kein Problem! Ich bin eher ein ruhiger Vertreter meiner
Rasse und habe mein jugendliches Ungestüm schon hinter mir. Außerdem lerne ich
schnell. Allerdings habe ich da so eine Krankheit, die Leishmaniose heißt. Sie
lässt sich aber wunderbar behandeln und man kann damit richtig alt werden."
Berater: "Ich bin sicher, Sie haben das Zeug zum Glückspilz und nehme
Sie gern in unserer Fortbildungsprogramm auf."

Verehrte Leserinnen und Leser, der liebe Pluto hat
es so sehr verdient, endlich auch einmal zu den Glückspilzen zu gehören. Er
wurde stark abgemagert, übersät mit Wunden und entzündeten Hautstellen im italienischen
Nirgendwo aufgefunden. Vermutlich hatte ihn sein Besitzer wegen fehlender
Jagdtauglichkeit einfach lieblos ausgesetzt und einem qualvollen Tod
überlassen. Zu allem Übel wurde Pluto, als er sich hilfesuchend an die Menschen
der ländlichen Orte wandte, mit Fußtritten davongejagt. Nur eine mit uns
befreundete Tierschützerin, die dort wohnt, erkannte seine Not und nahm ihn
auf. Bei ihr bekommt Pluto nun ausreichend Futter und wird gegen seine
Leishmaniose behandelt. Allerdings ist die
Frau eine engagierte Einzelkämpferin, die Pluto zwar gut versorgt, aber kaum
Zeit findet, ihn und die anderen bei ihr lebenden Hunde ausreichend zu bewegen
und zu beschäftigen. So verbringt der sanfte, hübsche, zweifarbige Pluto seine
Tage fast ausschließlich in einem Zwinger und sehnt sich nach einem eigenen Zuhause.

Möchten Sie unserem liebenswerten Wuschel Pluto gern
seinen innigsten Berufswunsch erfüllen? Als echter Glückspilz bei Ihnen leben
zu dürfen, mit einem eigenen, warmen Körbchen, gutem Futter, fröhlichen
Erlebnissen in der Natur und einer liebevoll streichelnden Hand? Dann rufen Sie
bitte schnell Plutos Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
Lebenslichter 10.02.2026, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL
MICHELLE
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Den Weg nach draußen,
werde ich ihn jemals schaffen?
Wieder einmal stehe
ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle
einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren
kann, dass er sich für sie entscheidet?
Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können.

Es ist das stille
Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt
vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte,
der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt
die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in
eine hoffentlich bessere Welt.
Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.
Aber das stimmt nicht.
Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses
stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so
vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen
ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.
MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder.

Leider konnte sie
trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von
deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit
Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in
Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die
bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere
schon bald zu spät sein?
Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren.

Die junge Frau, die
Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin
ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt
sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt.
Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie
spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst
zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der
Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche
Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser
Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass
Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.
Für die empfindsame
Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben
dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen,
mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu
lieben – bis zum Mond und wieder zurück!

Michelles Geschichte
in Bildern und beim Gassi im Shelter:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
Lebenslichter 25.01.2026, 19.54 | (0/0) Kommentare | PL

LAPA
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
endgültiges Zuhause gesucht
LAPA musste schon als
winziger Welpe erfahren, was es bedeutet, unerwünscht zu sein. Sie musste
erleben was es heißt, als Abfall einer Gesellschaft zu gelten. Einer
menschlichen Gesellschaft, die nur an sich denkt und in der Hunde, Katzen –
Tiere ganz allgemein – keinerlei Stellenwert haben, außer sie bringen in
irgendeiner Weise Geld ein. Vor kurzem erst mussten wir wieder die grauenvollen Bilder
der Massenabschlachtung von Delfinen auf
den Faröer Inseln über uns ergehen lassen. Ich wundere mich, dass diese Leute
nachts ruhig schlafen können und wüsste nur zu gern, welche Antwort sie ihren
Kindern geben, wenn diese sie fragen, was sie denn eigentlich da tun.
Allerdings habe ich Bilder bei Twitter gesehen – dort reiten Kinder auf den
getöteten Delfinen und waten mit ihren Gummistiefeln im vom Blut rotgefärbten
Wasser. Die Menschheit ist wirklich reif…
Lapa wurde gemeinsam mit ihren Schwestern im Pappkarton in einem Wald zum Sterben entsorgt. in einem Pappkarton. Zu ihrem Glück (?) wurden die Hündchen von einer tierlieben, jungen Frau gefunden und von ihr ins Moskauer Shelter Kozhuhovo gebracht. Diese arbeitet seitdem dort als ehrenamtliche Betreuerin, opfert nicht nur ihre Freizeit, sondern auch einiges an Geld, um ihren Schützlingen ihr trauriges Los ein wenig zu erleichtern.

Geduldig wartet Lapa
darauf, dieses Leben endlich hinter sich lassen und in ein Zuhause reisen zu
dürfen, welches diesen Namen verdient. Mit ihr warten noch Tata und Michelle,
zwei ihrer Schwestern. Die beiden anderen hatten Glück und durften dem Zwinger
bereits für immer den Rücken kehren.
Zunehmend große Sorgen bereitet uns der starke Gewichtsverlust der Schwestern. Der Shelterbetreiber ist immer darauf aus, Kosten einzusparen und womöglich noch Geld zu verdienen. So wird die Qualität des ohnehin schon minderwertigen Futters ständig schlechter und zahlreiche Hunde magern zusehends ab. Zwar geben die Freiwilligen buchstäblich ihr letztes Hemd und versuchen, zuzufüttern, wo es nur geht, aber natürlich reicht das hinten und vorn nicht aus.

Wie ihre Schwestern, ist auch Lapa eine sehr zärtliche und umgängliche Hündin. Auf den Bildern kann man sehen, dass sie ihre Betreuerin über alles liebt. Bei fremden Menschen benötigt sie etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen, aber auch das meistert sie. Sie läuft brav an der Leine und spielt für ihr Leben gern mit ihren Schwestern, wenn es einmal in der Woche für eine glückliche Stunde in den Freilauf geht.

Lapa sehnt sich nach
einem Zuhause; nach einem Menschen, dem sie ihr übervolles Hundeherz schenken
kann und der sie mitnimmt auf die gemeinsame Reise durchs Leben. Möchten Sie
gern dieser Mensch für Lapa sein? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Vielen lieben Dank.
Lapa mit ihren Schwestern im Zwinger:
Lapa und ihre Schwestern beim Spielen im Hundeauslauf:
Ein weiterer Film mit Lapa und ihren Schwestern beim Spielen:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
Mail:
Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 25.01.2026, 19.54 | (0/0) Kommentare | PL
Am 02.01.2016 veröffentlicht
Lebenslichter 25.01.2026, 19.53 | (0/0) Kommentare | PL
"Manchmal reicht ein Leben nicht aus,
um einen Moment zu löschen -
aber ein Moment reicht aus,
um ein Leben zu löschen."
Lasst uns
gemeinsam versuchen, so viele Tierleben wie möglich zu retten. Jeder kann eine
Menge tun: Einmal pro Woche - oder so oft, wie man mag - auf tierische
Nahrungsmittel verzichten... bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder
Verspannungen (die häufig durch Stress verursacht werden) spazierengehen an der
frischen Luft oder ganz einfach mal richtig ausschlafen, anstatt Tabletten zu
schlucken... beim Kauf von Schönheits- und Putzmitteln darauf schauen, dass sie
vegan und tierversuchsfrei hergestellt wurden...
Es gibt
Tausende von Möglichkeiten. Tiere haben eine Seele wie wir. UND:
"Wer eine Seele rettet, der rettet die Welt."
(MARTIN BUBER)

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Roru
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 2012
Schulterhöhe: 58 cm
Hat das Leben mich vergessen?
Mit der Zeit
wird die Zeit immer wichtiger. Besonders dann, wenn man - ganz allmählich,
still und unbemerkt - älter wird, wie unser Roru.
Stolze 12
(zwölf!) Jahre ist unser freundlicher, bescheidener Senior alt. Acht davon hat
er mutterseelenallein in einem nackten, kahlen Betonverschlag verbracht, ohne
Decke, ohne Spielzeug und ohne jede menschliche Ansprache. Vor sechs Jahren
wurden wir auf Roru aufmerksam und nahmen ihn in unsere Insertatsliste auf;
doch leider wurde all die langen Jahre hindurch schlicht übersehen.
Warum er für die Menschen unsichtbar blieb, können wir nicht sagen. Könnte es an seinem ungewöhnlichen Tarnfleckenfell liegen, welches ihn kaum von seiner Umgebung, dem Erdboden und Herbstlaub abhebt?

Ja, man muss
vielleicht zweimal hinschauen; aber dann sieht man einen netten, liebenswerten
Hundesenioren, der im letzten Jahr sichtlich gealtert ist und dem jede neue
Situation ein wenig Angst einflößt. Wie sollte es auch anders sein, denn viel
Neues hat er in den vergangenen acht Jahren nicht erleben dürfen, zumindest
nichts Gutes.Stattdessen sind Einsamkeit, Langeweile, Isolation,
Schutzlosigkeit und Hunger seine täglichen Begleiter. Und ies wird nicht mehr
lange dauern, dann kommt für ihn die Zeit der Alterswehwechen, auf die dort in
dem trostlosen Asyl niemand Rücksicht nimmt, es interessiert dort einfach
nicht. Es sind ja nur Hunde.
Roru wird immer schlechter sehen und hören können, seine Gelenke werden steif und schmerzen, Hitze und Kälte wird er kaum noch ausgleichen können. Der ewige Stress im Tierasyl, der ständige Lärm und Kampf und das viel zu knappe Futter werden ihm seine Kräfte nehmen. Irgendwann kommt der Moment, in dem er aufhört zu warten; in dem er beginnt, sich aufzugeben. Und eines Tages wird er still und leise gehen, als einer der unzähligen Vergessenen, ohne jemals gelebt zu haben und geliebt worden zu sein.

Liebe Leserinnen
und Leser, liebe Tierfreunde: Unser Roru schuldet seinen Träumen noch Leben! Wenn
Sie der Mensch sein möchten, der ihm zeigt, dass das Leben nicht nur aus Kummer
und Einsamkeit besteht und dass Träume am Ende doch noch wahr werden können,
wenden Sie sich bitte an seine Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann 0176 - 24 63 36 19
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/unsere.../hundebeschreibung/...
Lebenslichter 25.01.2026, 19.53 | (0/0) Kommentare | PL